Miss Unsichtbar

  • Publiziert: 27.11.2008, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Kaye Anthon

An jedem Anlass wimmelt es von Ex-Missen. Nur die amtierende Miss Schweiz fehlt. Denn die arbeitet an ihrer Zukunft und bereitet sich auf die Matura vor.

Kaum ist Whitney Toyloy (18) zur schönsten Schweizerin gekürt, scheint sie wie vom Erdboden verschluckt. Man sieht die Miss nur von Werbeplakaten und in Katalogen lächeln – aber nicht mehr in Fleisch und Blut.

Denn Whitney musste pauken, statt mit ihren Missen-Kolleginnen an Premieren Champagner zu schlürfen!
«Ich schrieb mit einer Schulkollegin eine Arbeit über den Nahost-Konflikt, damit ich politisch mitreden kann», erzählt Whitney. Diese Arbeit ist Voraussetzung, damit sie in einem Jahr überhaupt zur Matura-Prüfung zugelassen wird.

Nach dem Missen-Jahr will Whitney nämlich wieder aufs Gymnasium gehen. Damit das auch wirklich klappt, nimmt die Miss-Schweiz-Organisation speziell Rücksicht. Tagsüber absolviert Whitney das normale Missen-Programm. Abends aber kann sie Schularbeiten machen. Ganz schön anstrengend. «Ich bin froh, dass die Doppel-Belastung nun zu Ende ist und ich mich auf meine Arbeit als Miss konzentrieren kann», sagt Whitney.

Diese Woche hat sie die Gymi-Arbeit abgegeben. Und schon sah man sie an der Rotkreuz-Gala in Basel. Strahlend schön, in einem silbernen Kleid, verkaufte Whitney Lose. Um Mitternacht verliess sie das Fest aber schon – als eine der Ersten.

Aber auch der kurze Auftritt hat schon gereicht. Und aus Miss Unsichtbar wurde endlich wieder Miss Unübersehbar.

play Whitney Toyloy kurz vor ihrer Wahl im Abendkleid in Lugano (Karl Mathis)

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