Leidet Whitney an einem Burnout?

ZÜRICH – Konzentrations-Störungen, Erschöpfung – «Miss Schweiz» Whitney Toyloy lässt nach. Was Dr. Adel Abdel-Latif in seiner «Blick am Abend»-Kolumne dazu sagt.

  • Publiziert: 13.43 Uhr, Aktualisiert: 19.01.2012

Unserer Miss ist müde (Blick.ch berichtete). Die 18-Jährige lässt in letzter Zeit nach. Konzentrationsstörungen, anhaltende Erschöpfungszustände und ein teilweise depressives Erscheinungsbild sind nur einige Zustände unserer sehr jungen Schönheitskönigin.

Dies könnten Hinweise für ein Burnout-Syndrom sein. Darunter verstehen wir eine emotionale und körperliche Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Whitney zeigt klassische Risiko-Konstellationen: eine extrem hohe Arbeitsbelastung und ein hohes persönliches Engagement, verpackt im Körper einer noch sehr jungen, auf sich allein gestellten Frau. Diese Faktoren können zum Ausbrennen, dem Burnout, führen.

Whitneys Warnsignale: Überstarkes Engagement in der Anfangsphase, Verzicht auf genügend Erholungsphasen, der Beruf mutiert zum Lebensinhalt, Misserfolgsverdrängung, Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und wohl auch Schlafstörungen. Daraus folgt ein reduziertes Engagement, welches durch gesteigertes Distanzbedürfnis gegenüber dem Arbeitgeber und den Sponsoren, Aggressivität, Depression und einer Verminderung des Selbstwertgefühls sichtbar werden kann. Whitney scheint sich inmitten des klassischen Krankheitsverlaufs zu befinden: anfänglicher Enthusiasmus, Stagnation, Frustration, Apathie, Burnout.

Tragisch, wenn Whitneys Amtsjahr wegen des Drucks und zu wenig Erholungsphasen mit totaler Erschöpfung und therapiebedürftiger Frustration enden sollte.

play Dr. Adel Abdel-Latif war selbst mal «Mister Schweiz». (zvg)

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