Linda Fäh (21): Die neue Miss Schweiz im Interview «Ich bin katholisch und glaube an Gott»

  • Aktualisiert am 19.01.2012
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Sie ist blond, fröhlich und hilfsbereit. Sie kann pingelig und stur sein. Sie glaubt an das Schicksal und Gott – das ist unsere schönste Schweizerin.

Linda Fäh, herzliche Gratulation! Warum denken Sie, sind gerade Sie Miss Schweiz geworden?
Linda Fäh:
Vielleicht konnte ich als bodenständige Frohnatur überzeugen. Ich bin eine ehrliche Person und sehr dankbar für das, was ich habe. Ich möchte diese Dankbarkeit an alle weitergeben und jeden dazu motivieren, für seine Träume zu kämpfen und das Leben sinnvoll zu nutzen.

Gibt es etwas, was Ihnen an Ihrem Körper am besten gefällt?
Am besten gefällt mir mein Bauch, weil ich ihn gut trainiere, damit er flach bleibt. Zudem mag ich meine langen Beine.

Und was gefällt Ihnen weniger?
Meine Füsse! Die Zehen finde ich zu gross.

Wie schätzen Sie Ihre persönlichen Stärken und Schwächen ein?
Ich bin ehrlich, dankbar, pünktlich, organisiert, ordentlich, hilfsbereit und sehr fröhlich. Dafür kann ich manchmal sehr pingelig und stur sein, wenn es nicht nach meinem Kopf geht.

Was war das schönste Kompliment, das Sie je erhalten haben?
Dass ich nebst dem Äusseren auch eine wahre, innere Schönheit ausstrahle.

Welches Ereignis hat Sie am meisten geprägt?
Der Tod meines Grossvaters war der erste Tod in meinem nahen Umfeld. Für mich war dies eine sehr harte Zeit. Mit der Trauer umgehen zu müssen, war für mich eine neue und schwierige Erfahrung.

Was ist für Sie das Wichtigste, was Ihre Eltern Sie gelehrt haben?
Immer anständig und vor allem dankbar zu sein. Man sollte alles schätzen, was man im Leben hat und noch haben kann. Ich bedanke mich immer für alles.

Ihr peinlichstes Erlebnis?
Ich stand einmal hangabwärts im Stau. Ich war im Leergang und musste immer wieder bremsen, weshalb mir mein rechtes Bein mit der Zeit wehtat und ich auf das linke wechselte. Dann habe ich so fest gebremst, dass mein Auto stillstand und das Auto hinter mir fast in mich hineinfuhr. Die Männer, die darin sassen, haben mich natürlich ausgelacht.

Als was oder wer möchten Sie wiedergeboren werden?
Als Vogel – um die ganze Welt von oben zu sehen und frei wie der Wind zu sein. Jedoch würde ich jederzeit gerne wieder als Linda wiedergeboren werden – weil ich einfach sehr zufrieden bin mit meinem Leben.

Würden Sie sich für den «Playboy» nackt fotografieren lassen?
Nein, weil das nicht zu mir passt.

Sind Sie religiös?
Ich bin katholisch und glaube an Gott. Der Glaube hat mir schon oft Kraft gegeben.

Was ist die peinlichste Anmache, die Sie je erlebt haben?
«Hast du Feuer?» Da antworte ich jeweils: Wenn man raucht, hat man selbst Feuer.

Glauben Sie an Schicksal?
Ja, weil ich der Meinung bin, dass gewisse Dinge im Leben nicht einfach so passieren, sondern vorbestimmt sind.

Glauben Sie, dass schöne Frauen es im Leben leichter haben?
In gewissen Momenten durchaus. Aber wenn schöne Frauen in gewissen Dingen Vorteile haben, ergeben sich in anderen Situationen auch Nachteile.

Wann, wo oder bei wem werden Sie schwach?
Vor allem bei Pralinen und wenn mein Freund Dejan mich ganz lieb um etwas bittet.

Haben Sie ein Vorbild oder jemanden, den Sie bewundern?
Mein Mami steht mit beiden Beinen auf dem Boden, ist glücklich und hat eine Familie sehr gut grossgezogen. Sie würde alles für mich und die Familie tun, weil sie eine starke Liebe in sich trägt.

Was ist die schlimmste Modesünde, die Sie je begangen haben?
Ich trug früher oft sehr breite, lockere Stoffhosen. Die «flogen» immer. Heute denke ich, dass dies zu jener Zeit überhaupt nicht im Trend war!

Was schätzen Sie an der Schweiz am meisten?
Die Sauberkeit. Nach jeden Ferien freue ich mich deshalb auf mein Zuhause.

Wem würden Sie Ihren letzten Franken schenken?
Jedem, der es nötiger hat als ich.

Wie heissen Ihre Eltern und Geschwister?
Mein Mami heisst Brigitte und ist 56, mein Papi Franzruedi (57), meine Schwester Sina (18) und mein Bruder Fabio (23).  

Über die Miss-Schweiz-Wahl berichten: Aurelia Forrer, Hansjakob Frey, Lorenz Honegger, Reza Rafi (Text), Karl-Heinz Hug, Goran Basic (Fotos).

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