Dieser Swissaward ging ans Herz: Erst rührte uns der unverwüstliche Ferdy «National» Kübler fast zu Tränen, als er um Dankesworte für den Preis rang, der sein Lebenswerk ehrt. Dann wird ein selbstloser Kinderchirurg Schweizer des Jahres – René Prêtre ist ein begabter Handwerker der Herzen, der Jahr für Jahr zahllose Kinderleben rettet – in der Schweiz und Mosambik.
Wie viele Schweizer und Schweizerinnen sind Ihnen begegnet, die den Titel ebenfalls verdient hätten? Bei mir waren es manche, wenn nicht Dutzende. Hier nur einige von denen, die ich in den letzten Jahren gern nominiert hätte:
Die Frauen (ja, es sind fast immer Frauen!) an den Coop-Kassen im Bahnhof Luzern. Aus ihren lächerlich kleinen Kabäuschen arbeiten Sie Käuferschlangen ab, die bisweilen beängstigende Ausmasse annehmen – und fast immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
Meine Nachbarn in Adligenswil, die bei einem Wasserschaden den schlimmsten Dreck schon beseitigt haben, bevor ich zu Hause bin – und mich am Telefon beruhigen, es gebe nun wirklich keinen Grund zur Eile.
Der Versicherungsexperte von der Mobiliar, der sich den Schlamassel schon Stunden später verständnisvoll anschaut – und mich vor jeglichem Papierkrieg verschont (ich muss kein einziges Formular ausfüllen!).
Der Mann vom Steueramt Adligenswil, der von mir dreimal ein E-Mail erhält, dass sich meine Steuererklärung leider immer noch nicht von selbst ausgefüllt hat – und dreimal ohne jede Nachfrage die Frist erstreckt.
Der Mann vom TCS, der mich nachts um halb drei in ein Gespräch über Musik verwickelt, um vom Ärger über den kaputten Motor abzulenken, mich dann nach Hause bringt – und auch noch die entsprechende CD einlegt.
Die Stimme von der Swisscom, die für die Aufrüstung meiner Telefonsteckdose auf HDTV erst eine Gebühr von 195 Franken androht – und dann auf 95 Franken halbiert ...
Sie sehen: Schweizerinnen und Schweizer des Jahres gibt es mehr, als manche denken. Vielleicht gehören Sie sogar dazu!
Und Falls nicht: Sie haben jetzt fast ein Jahr Zeit, um zu den Nominierten zu gehören.
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Phillipe Pfister, stv. Chefredaktor SonntagsBlick.