Maya Wirz hat ihre Siegprämie verpulvert. Platzt jetzt ihr grosser Traum der Gesangskarriere?
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Nachdenkliche Maya Wirz: Für ihre Karriere fehlt Bares.
(Philippe Rossier)
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2011: Triumph als «Grösstes Schweizer Talent».
(RDB/ Paolo Foschini)Arme Maya Wirz (50)! Rund ein Jahr nach ihrem souveränen Sieg bei «Die grössten Schweizer Talente» ist von den 100000 Franken Siegprämie nichts mehr übrig. «Mein ganzes Geld ist weg!», sagt die bekannteste Buschauffeuse zu BLICK. Nachdenklich schaut sie in die Ferne, sagt mit trauriger Stimme: «Es hat längst nicht so weit gereicht, wie ich am Anfang gehofft hatte.»
Doch wo ist das ganze Geld bloss hin? «Ich habe mir natürlich etwas schönes geleistet, einen Smart», sagt Wirz. Und ein grosser Teil ihres Preisgelds sei für die Gesangsstunden beim bulgarischen Bariton Ivan Konsulov (66) in Zollikon ZH draufgegangen, die sie seit fast einem Jahr nimmt.
Der Opernsänger hatte bereits mit Weltstars wie Luciano Pavarotti (†71) und Placido Domingo (71) gearbeitet. «Die Stunden kosten 1200 Franken pro Monat, das sind mittlerweile über 10000», rechnet sie vor. «Aber ich wollte in meine Karriere investieren. Meine Stimme muss noch besser werden, deshalb lerne ich bei einem Meister.»
Denn die Baslerin hat grosse Pläne: Sie will eine neue CD aufnehmen. Für ihr Projekt hat sie sogar den bekannten Songschreiber Atilla Şereftuğ (61) gewinnen können, der das Siegerlied von Céline Dion (44) beim Eurovision Song Contest komponiert hatte. «Für mehr als zwei Lieder reichte mein Geld dann aber nicht», klagt sie. Sie müsse die ganze CD auf eigene Kosten einspielen. «Deshalb bin ich jetzt auf Sponsoren angewiesen. Das schmerzt mich sehr.»
Die Zusammenarbeit mit Sony Music wurde einvernehmlich beendet. Immerhin: Einen Lichtblick gibt es für die Castingshow-Siegerin. Im Oktober startet sie zu ihrer ersten eigenen Tournee durch die Schweiz. «Ich singe ein Potpourri aus Oper, Operette und Musical. Darauf freue ich mich sehr», sagt Wirz.
Für ihre Auftritte verlässt die Chauffeuse sogar während dreier Monate den Führerstand in ihrem Bus. Doch ihr Ziel ist klar: «Ich träume davon, den Bus irgendwann ganz zu verlassen. Und träumen kostet schliesslich nichts.»
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