Maskierung ist unbedacht und ungeschickt SRG-Ombudsmann rüffelt «Verstehen Sie Spass?»-Blackfacing

SRG-Ombudsmann Roger Blum bewertet das Blackfacing im Sketch bei «Happy Day» als unbedacht und ungeschickt. Eine Diskriminierung im rechtlichen Sinn stellt er allerdings nicht fest.

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Der umstrittene Blackfacing-Sketch mit Röbi Koller (58) hat ein Nachspiel: Nachdem «Verstehen Sie Spass?»-Moderator Guido Cantz (45) den Moderator Mitte Oktober in der SRF-Sendung «Happy Day» als dunkelhäutiger Südafrikaner verkleidet reinlegte, verlangte SRG-Ombudsmann Roger Blum (71) eine Untersuchung. Die Kritik: Das Blackfacing sei rassistisch.

SRF will dieses Stilmittel nicht mehr einsetzen

Gemäss Reto Peritz, Bereichsleiter Show bei SRF, sei das einzige Ziel der beanstandeten Aktion gewesen, Röbi Koller zu verwirren und hereinzulegen. Man habe sich nicht über den schwarzen Vater lustig gemacht und damit die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit schwarzer Bevölkerungsgruppen nicht verneint oder angezweifelt.

Das SRF bedaure, wenn eine Gruppe von Zuschauern den Sketch als diskriminierend empfunden habe. Peritz erklärt, dass man die Kritik akzeptiere und mit dem Thema aus heutiger Sicht sensibler umgehen und dieses Stilmittel nicht mehr einsetzen würde.

SRF hat das Radio- und Fernsehgesetz nicht verletzt

Roger Blum kann ebenfalls keine Diskriminierung im rechtlichen Sinn feststellen: Veräppelt wurde schliesslich Röbi Koller und nicht der Südafrikaner. Das Radio- und Fernsehgesetz hat SRF nicht verletzt: Dieses toleriert weder Rassismus noch Diskriminierung.

Trotzdem könne Roger Blum die Kritik am umstrittenen Sketch auf psychologischer Ebene ein Stück weit nachvollziehen und das Blackfacing bei «Happy Day» nicht unterstützen. Mit der unbedachten und ungeschickten Maskierung werde der Südafrikaner zur Karnevalsfigur und zum Störfaktor gemacht. Der Ombudsmann anerkenne das Versprechen des SRF, in Zukunft bei gleichartiger Thematik sensibler vorzugehen. (kad)

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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