
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Beim Circus-Knie-Eingang ahnt Lys Assia noch nicht, dass sie aus dem Programm gestrichen wurde. (Toini Lindroos)
Vergangenen Freitag feierte der Circus Knie seine Zürcher Premiere unter dem Motto «C’est magique». Premierengast war auch die Grand Dame des Chansons, Lys Assia (85). Nur – für sie endete der Abend alles andere als magisch!
«Mir hat das Programm gut gefallen. Am Schluss wars dann aber gar nicht mehr magisch. Ich war nur noch traurig und total entsetzt», erzählt sie mit leiser Stimme. Zurzeit weilt sie in Moskau, wo sie im Rahmen des Eurovision Song Contest einen Auftritt hatte.
Der Grund für ihre Trauer: Assia wurde sang- und klanglos aus dem Knie-Programm gekippt. Seit Jahrzehnten war es Tradition, dass das Publikum beim Hinausgehen von ihrem Dauerbrenner «O mein Papa» begleitet wird. Doch dieses Jahr ist es plötzlich «Smile» von Charlie Chaplin.
Lys fassungslos: «‹O mein Papa› haben sie die letzten 20 Jahre immer gespielt. Es ist doch ein Souvenir aus alter Zeit.» Dass sie nicht einmal informiert wurde, macht sie umso trauriger. «Ja, ich finde das bitter. In Moskau werde ich gefeiert, in Zürich gestrichen.»
Assias Souvenir fehlt nicht nur ihr, sondern auch vielen anderen Knie-Gästen, die sich bei ihr melden und sich nach ihrem «O mein Papa» erkundigen.
Beim Circus Knie hingegen versteht man die Aufregung nicht. «Wir haben jährlich ein neues Programm. Vielleicht wird ‹O mein Papa› nächstes Jahr wieder ge-spielt, das ist noch offen», so Niklaus Leuenberger (34), Knie-Pressesprecher.
Lys Assia würde sich darüber auf jeden Fall riesig freuen. «Mein Lied hat wie der Circus Knie eine lange Tradition. Das gehört doch zusammen!»