In seinem Buch LSD-Beichte von Beat Schlatter!

In seinem neuen Buch schildert der Komiker sein schräges Leben

  • Publiziert: 02.10.2012
  • Von Kaye Anthon

Dass Beat Schlatter (51) stets einen guten Spruch auf den Lippen hat, liegt bei einem Komiker nahe. Dass er dadurch schnell in lustige Situa­tionen gerät, ebenfalls. Darüber hat er nun mit seinem Jugendfreund, Krimiautor Stephan Pörtner (46), ein Buch geschrieben: «Bin gleich zurück – Komisches aus dem Leben von Beat Schlatter» (Orell Füssli Verlag). Heute Abend findet im Zürcher Kaufleuten die Buchpräsentation statt.

Der Schauspieler enthüllt in seinem Buch auch, welche Erfahrungen er mit Drogen gemacht hat: vor allem mit LSD und sogenannt magischen Pilzen. Anfang 90er-Jahre schluckte Schlatter mit Künstler Andreas Dobler (49) einige dieser Pilze, um einen Film zu drehen. «Vermutlich waren die Pilze zu frisch, oder wir nahmen zu viele davon auf leeren Magen. Auf alle Fälle war die Wirkung der Pilze derart heftig, dass wir glatt den Grund vergassen, weshalb wir sie genommen hatten.» Der Film kam nicht zustande.

«Wir amüsierten uns köstlich»

Das LSD-Experiment war nicht aufschlussreicher. In den 70er-Jahren spielte Schlatter in einer Musikband. Er verschanzte sich mit einem Freund in einer Villa am Zürichberg und schluckte die Drogen, von denen sie sich Inspiration erhofften. Einen Song haben sie im LSD-Rausch keinen schreiben können. Dafür warfen sie alle Möbel in den Swimming Pool. «Wir amüsierten uns köstlich», so Schlatter. «Aber etwas Sinnvolles haben wir da nicht zustande bekommen.» Deshalb sei der LSD-Konsum eine einmalige Aktion gewesen.

Über seine Drogen-Erfahrungen kann der Komiker heute nur noch lachen. «Die gehören zu meiner Jugend», so Schlatter. Er habe sich durch die Einnahmen kreative Höhenflüge erhofft. «Doch das ist nicht passiert. Aber zum Glück kam es auch nicht zum Absturz.»

Mittlerweile rate er jedem von solchen ­Experimenten ab. Drogen hätten in der Gesellschaft immer ­einen grossen Stellenwert, glaubt Schlatter. «Darum ist es wichtig, dass Aufklärungsarbeit betrieben wird.»

In seinem Buch erzählt er aber noch ganz andere Sachen. «Ich hatte sicher kein langweiliges Leben», schmunzelt Schlatter.

Alle Kommentare (2)

  • Christian  Dürig , Bern
    Schlatter ist eine Bereicherung im Bereich der Schrägheit. Sie mögen diese Behauptung blöd und dumm finden. Ich stimme ihnen zu.
  • Werner  Tschannen
    ein jeder selber Schuld der jene Substanzen nie versucht hat!

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