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Am Donnerstag sah sich Roger Federer (27) mit zwei der höchsten Auszeichnungen seiner Heimat geehrt: Auf dem Pflaster des Basler Marktplatzes enthüllte er – als wärs in Hollywood – einen goldenen Stern. Anschliessend wurde er im Hotel Basel vom Sperber-Kollegium zum «Ehrespalebärglemer» ernannt. Dieser Titel wird nur Persönlichkeiten zuteil, die Basel weltweit Ehre machen.
Was aber ist das wichtigste Gesprächsthema am Ehrentisch mit Oscar-Preisträger Arthur Cohn, Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter (46), alt Bundesrätin Ruth Metzler (44) und der abtretenden TV-Direktorin Ingrid Deltenre (49)? Es ist die Frage, die Opa in spe Robert (62) und Grosi in spe Lynette Federer (55) immer wieder gestellt wird: Wann denn ihr Enkelkind das Licht der Welt erblicke.
Die es am besten wissen muss, Mirka (31), ist an dem Abend abwesend. Sie bereitet sich in der 200-Quadratmeter-Wohnung der beiden in Bäch SZ auf die Geburt vor. Ein Ereignis, das für Federer «wichtiger ist als alle meine Siege», wie er selber an diesem Abend sagt. Und er sagt noch mehr: Wie sehr er sich auf sein erstes Kind freut; wie cool er es findet, Vater zu werden; wie sehr er Mirka liebt.
Dass er bei der Entbindung dabei sein wird, ist für einen modernen Vater wie ihn «Ehrensache». In diesem Fall würde er ausnahmsweise ein grünes Spitaltenue tragen.
Dann greift er hektisch zum iPhone. Lächelt Entwarnung: heute keine Entbindung. Wo ist plötzlich die gewohnte Federer-Gelassenheit? Und weiss er eigentlich, wann sein Kind zur Welt kommt?
Ein dem Clan sehr nahestehender Gast will die Antwort kennen: Mittwoch. Dann könnte Roger an seinem 28. Geburtstag, dem 8. August, wieder in Kanada Tennis spielen. Medizinisch gesehen wäre die Reise mit Mama und Nachwuchs unproblematisch. Der Baby-Fahrplan ist bei Mirka und Roger offenbar schon durchgeplant. Gezeugt zwischen US Open und Australian Open, soll das Kind zwischen Wimbledon (5. Juli) und US Open (31. August) zur Welt kommen. Nur, Babys haben die Neigung, sich nicht an Turnierpläne zu halten.
Es sei denn, man vereinbart mit dem Gynäkologenteam einen möglichst exakten Termin: zum Kaiserschnitt. Unüblich wäre dies bei Hochleistungssportlerinnen nicht – Mirka war immerhin einmal die Nr. 76 der Damentenniswelt.
Roger Federer jedoch will auch auf dringliche Nachfrage von SonntagsBlick sein «Privatleben nicht kommentieren oder zu Spekulationen Stellung nehmen».
Bei der Zürcher Privatklinik Bethanien ist man weniger reserviert. Zumal Mutter Lynette via «Le Matin» einen Hinweis gab, wo ihr Enkelkind zur Welt kommen könnte. Zumindest dementiert das Spitalpersonal nicht. Die Klinik liegt im Übrigen ideal: Setzen die Wehen ein, ist es nur eine Stunde von Bäch in den Kreisssaal. Kinder- oder Unispital liegen um die Ecke.
Denn wie jeder werdende Papa hat auch Roger Angst: «Dank den Ärzten, die einem erzählen, was alles schiefgehen kann.»