Kino-Star Marie Leuenberger Diese Frau bewegt die Schweiz

Sie will Gleichberechtigung: Marie Leuenberger ist die Titelheldin des ersten Kinofilms über die Einführung des Frauenstimmrechts.

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Rund eine Million Zuschauer hatte der «Gotthard»-Zweiteiler vergangene Woche auf SRF1. Jetzt präsentieren die Macher des Erfolgsfilms bereits einen weiteren historischen Stoff, der es in sich hat: «Die göttliche Ordnung» handelt vom Kampf um das Schweizer Frauenstimmrecht. Der Film hat ein Budget von 3,3 Millionen Franken.

«Die Frauenbewegung gilt als grösste Revolution im 20. Jahrhundert»

Hauptdarstellerin ist die Baslerin Marie Leuenberger (36), die 2010 für ihre Rolle in «Die Standesbeamtin» mit dem nationalen Filmpreis ausgezeichnet wurde. «Die Frauenbewegung gilt als grösste Revolution im 20. Jahrhundert», sagt sie. Doch in unserem Land brauchte sie besonders lange, bis sie sich durchsetzen konnte. «Es ist kaum zu fassen, wie rückständig die Schweiz damals gewesen ist.»

Die Schweiz führte das Frauenstimmrecht erst 1971 ein – als eines der letzten westlichen Länder überhaupt. Zum Vergleich: In Neuseeland waren Frauen bereits 1893 wahlberechtigt, in Deutschland 1919 und in den USA 1920. «Kaum ein anderes Land hat die Frauen derart lange diskriminiert wie die Schweiz», sagt Produzent Reto Schaerli (36). «Aus heutiger Sicht kann man es sich fast nicht mehr vorstellen, dass noch vor 50 Jahren die Frauen hierzulande weder politisch noch gesellschaftlich den Männern gleichgestellt waren», ergänzt Co-Produzent Lukas Hobi (41).

Der Film beleuchte dieses doch eher unrühmliche Kapitel unser Geschichte und setze all jenen ein Denkmal, die sich für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung engagiert haben – «und dies auch weiterhin tun», so Hobi. Trotz gesetzlicher Gleichstellung würden die Frauen bis heute benachteiligt, finden beide. «Es sind oft sehr subtile Verhaltensweisen, die uns nach wie vor zum schwächeren Geschlecht oder Objekt machen», bestätigt Marie Leuenberger.

Sie hoffe, dass der Film, der auch mit komödiantischen Elementen spielt, die Wahrnehmung der Menschen schärfe, damit endlich auch unterbewusst die alten Strukturen abgelegt werden. «Und wir wirklich alle – egal, ob Mann oder Frau – gleich behandelt werden.»

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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