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Jörg Kachelmann ist hinter Gittern. Der bekannte Schweizer Wettermann wurde am Flughafen Frankfurt verhaftet, wie Bild.de berichtet. Kachelmann kam gerade aus Vancouver zurück, wo er für die ARD zuvor über die Olympischen Spiele berichtet hatte.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kachelmann wegen Verdachts auf Vergewaltigung. Anfangs Februar soll der Schaffhauser nach einem Beziehungsstreit seine langjährige Freundin zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben.
Die Frau reichte Anzeige ein. Laut Staatsanwalt erhärtete sich der Verdacht, das Amtsgericht Mannheim erliess gegen den Beschuldigten Kachelmann einen Haftbefehl. Am Samstag wurde er dann festgenommen.
Kachelmanns Anwalt, Professor Ralf Höcker aus Köln, wies die Anschuldigungen scharf zurück. «Die Vorwürfe sind falsch und frei erfunden», sagte Höcker der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Die Beschuldigungen würden «jeglicher Grundlage entbehren». Bei Kachelmanns Firma Meteomedia tönt es ähnlich: «Wir halten es für ein Missverständnis, das sicher bald aufgeklärt wird», so Sprecherin Stephanie Schless.
Sollte Kachelmann dennoch vor Gericht kommen und wegen Vergewaltigung verurteilt werden, müsste er laut Staatsanwaltschaft mit einer Haftstrafe «nicht unter einem Jahr» rechnen.
Weil der Schweizer Kachelmann keinen festen Wohnsitz hat in Deutschland, besteht Fluchtgefahr. Der Meteorologe bleibt deshalb auf weiteres in der 2-Mann-Zelle der Justizvollzugs-Anstalt Mannheim.
Kachelmann hat sich in Deutschland auch einen Namen als Show-Moderator in Sendungen wie «Riverboat» oder «Vorsicht Blöff» gemacht. Auf dem MDR hat er mit «Kachelmanns Spätausgabe» eine eigene Talkshow.
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Schwere Vorwürfe gegen Jörg Kachelmann. (ZVG)