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Die Erfolgs-Autorin Zoë Jenny (36, «Blütenstaubzimmer») bricht ein Tabu! Erstmals gesteht eine prominente Schweizerin, dass sie abgetrieben hat. «Ich war 23 Jahre alt und hatte gerade meinen ersten Roman veröffentlicht. Da wurde ich schwanger.
Ein Schock! Ich wollte nach New York und nicht festgehalten werden. Ich wollte frei sein. Und ich habe einen hohen Preis dafür gezahlt», so Jenny zu BLICK. «Ich war jung, hatte nicht viel Geld, war mir nicht sicher, ob der Partner der richtige ist.»
Jahrelange Zweifel
Für die Schriftstellerin war sofort klar: «Ich werde das Kind nicht behalten können.» Nur ihr damaliger Freund war eingeweiht, «ansonsten wusste niemand von der Abtreibung.»
Eine Entscheidung, mit der Zoë Jenny jahrelang haderte. 2002 lernte sie in St. Moritz ihren heutigen Ehemann Matthew Homfray (29) kennen. Sie wusste sofort: Das ist der Mann fürs Leben. Sie wollte ein Kind von ihm. Lange erfolglos.
«Wir probierten knapp zwei Jahre lang, ein Baby zu bekommen», sagt sie. «Doch es klappte nicht.» Die Ärzte meinten, dass eine «ungeklärte Unfruchtbarkeit» bei ihnen vorliege. «Ein Baby war mein grösster Wunsch. Doch er blieb unerfüllt. Ich begann mich zu fragen, ob das ein grausamer Scherz des Schicksals sei.
Zur Kinderlosigkeit verdammt?
Wir können Menschen auf den Mond schicken, aber niemand kann mir erklären, warum ich kein Kind bekomme.» Jenny glaubte: «Ich bin zur Kinderlosigkeit verdammt, weil ich mal abgetrieben habe.»
Sie gab die Hoffnung nicht auf. Und sie begann eine Hormonbehandlung, später vertraute sie auf Akkupunktur, probierte sogar Hypnose und spezielle Massage-Techniken aus, um schwanger zu werden. «Ich habe alles probiert!»
Endlich Familienglück
Erst eine In-vitro-Behandlung brachte ihr und ihrem Gatten Matthew das lang ersehnte Glück. Sie wurde endlich schwanger.
Ihr Baby Naomi ist heute fünf Monate alt. «Mein Leben ist komplett, ich schaue meine kleine Tochter an und verstehe nicht, wie ich jemals ohne sie existieren konnte», sagt Jenny, die über die Erfahrungen eines unerfüllten Kinderwunsches soeben das Buch «The Sky is Changing» veröffentlicht hat.
Trotz grosser Seelenqual wegen ihrer Abtreibung ist die Baslerin überzeugt: «Ich habe richtig gehandelt.»