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Der Luxusneubau ist noch nicht bezugsbereit, doch für die Handwerker steht fest: Hier am Bellevueweg in Wollerau SZ wird demnächst Roger Federer mit seiner Familie einziehen. Vor drei Wochen wurde die Dauer-Nummer-Eins der Tennisweltrangliste bei der Baustelle gesehen. Zimmerleute, Schreiner und Maler schiessen seither eifrig Fotos vom künftigen Zuhause des Superstars. Sie müssen heimlich knipsen – unbeobachtet von den im Gebäude patrouillierenden Sicherheitsleuten. «Ein Souvenir von Federer fürs Familienalbum», sagt einer der «Paparazzi» und grinst verschwörerisch.
Die Fotos zeigen eine traumhafte Attikawohnung mit einzigartiger Aussicht auf den Zürichsee. Zum Intérieur gehören Schlafgemächer, komfortable Kochmöglichkeiten und mehrere Badezimmer. Vor dem Eingang plätschert ein Wasserfall.
Es liegt auf der Hand: Roger Federer will in eine grosszügigere Wohnung ziehen, wo seine vierköpfige Familie bequemer leben kann. Seine jetzige Wohnung an der Bahnlinie ob Bäch SZ ist relativ klein und lärmig, die Attikawohnung in der Residenz Bellevue mit ihren 300 Quadratmetern dagegen eines Tenniskönigs würdig.
Der Kaufpreis für die Federer-Wohnung hat sich ebenfalls herumgesprochen: 15 Millionen Franken. Das entspricht einem Quadratmeterpreis von sage und schreibe 50000 Franken. Das ist absoluter Rekord, sogar in der Steueroase Wollerau, wo auch Superreiche wie Marcel Ospel oder Martin Ebner ihren Wohnsitz haben.
Immobilienexperten vor Ort schliessen einen solchen Preis nicht völlig aus. Ohne zu Federer oder zum Bellevue-Neubau Stellung zu nehmen, bestätigt Adrian Gattiker (50), Geschäftsführer von Etzel Immobilien in Freienbach SZ, dass für Wohnsitze in absoluten Toplagen bereits 25000 Franken pro Quadratmeter bezahlt werden. Das ergäbe für die Federer-Wohnung immer noch einen Kaufpreis von stolzen 7,5 Millionen Franken.
Für die Handwerker macht das ohnehin keinen Unterschied. Sie können von solchen Summen nur träumen. Für Multimillionäre zahlt sich das aber aus. Sie können Steuern in zweistelliger Millionenhöhe sparen.
Ob und wann «King Roger» mit seiner Familie in die Residenz Bellevue einziehen wird, bleibt ein Rätsel. Robert Federer, Vater des berühmten Sohnes, will es ebenso wenig bestätigen wie Bauherr Ulrich K. Feusi. «Ich würde mich freuen», so Feusi, «wenn sich Roger Federer nach New York bei mir meldet.»