
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Ein Freitagabend zum Verlieben: Die zwölf Finalistinnen der «Miss Facebook Switzerland»-Wahl schwingen im Kaufleuten-Festsaal ihre Hüften und stellen ihren Kalender vor (Blick.ch berichtete).
Eine kommt sicher nicht zur Facebook-Party: TV-Moderatorin Eva Camenzind (28). Mit PC-Bekanntschaften kann sie gar nichts anfangen: «Da werden alltägliche Banalitäten mit der ganzen Welt geteilt. Irgendwie doof und unheimlich zugleich», sagt sie.
Warum? Viele Schweizer sind bei Facebook. So viele, dass schon manche Firma den Zugang zum Portal sperren musste – damit die Angestellten arbeiten statt chatten.
Und von gestern ist Eva auch nicht – zumal sie gerade einen neuen Internetauftritt lanciert hat mit Fotos, Texten und einer Biografie. Eva: «Mehr als das, was ich dort publik mache, muss niemand über mich wissen.»
Genau darum findet Eva Facebook doof und unheimlich: «Es ist sicher ein gutes Tool, um sein Netzwerk auszubauen und zu pflegen, aber ich habe das Gefühl, dass dieser ursprüngliche Zweck immer mehr in den Hintergrund rückt.»
Facebook sei ihr deswegen unheimlich, weil man plötzlich private Dinge über jemanden erfährt oder diese von sich preisgibt – obwohl man die andere Person in der realen Welt gar nicht richtig kennt. Camenzind: «Das hat etwas Voyeuristisches.»
Tatsächlich gerät Facebook regelmässig wegen Verletzungen der Privatsphäre seiner Nutzer in die Schlagzeilen. An US-Schulen wurden schon Schüler aufgrund von Facebook-Aktivitäten von der Schule verwiesen. Und auch der Geheimdienst CIA soll mitlesen.
Trotzdem wird wohl auch die «Miss Facebook»-Party ein Erfolg. Wenn auch ohne Evi Camenzind.
Was halten Sie von Facebook? Teilen Sie Eva Camenzinds Meinung oder können Sie sich ein Leben ohne Facebook nicht mehr vorstellen?
play
Eva Camenzind kann Facebook gestohlen bleiben. (SF)