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Warten, warten und nochmals warten. Das gehört zum Model-Business wie die Schoggi zu Ostern. Zwischen Wimpern tuschen, das passende Outfit suchen und die perfekte Welle hinbasteln erwischen wir Bianca Bauer, letztjährige Gewinnerin der «3+»-Castingshow «Supermodel. In Lausanne, wo sie mit «Kai Zen» eine zweite Modelagentur (neben «Option» in Zürich) gefunden hat, wartet ihr letztes Shooting in der Schweiz, bevor es weiter nach Mailand geht. Dort will sie sich einen Namen machen, Aufträge an Land ziehen, um dann ihrem Ziel Paris näher zu kommen.
Dass sie das Zeugs zum Modeln hat, beweisen diese Bilder in der Lausanner Innenstadt: Männer drehen sich reihenweise um, während Frauen werfen ihr neidische Blicke zuwerfen. Was hat die Frau, was ich nicht habe, fragen sie. Das will auch Blick.ch wissen.
In Mailand wimmelt es bereits von Models. Wie kannst du dich von der Masse absetzen?
Ich habe ein sehr markantes Gesicht: Hohe Wangenknochen, starke Konturen und da wären natürlich noch meine roten Haare.
Könnten diese nicht genau ein Hindernis sein?
In der Schweiz ist mein Typ momentan gefragt, ob das in Mailand auch so ist, kann ich nicht sagen. Aber es stimmt: Die Farbe birgt schon ein gewisses Risiko, weil ich nicht für jede Kampagne geeignet sein könnte.
Wie viel Zeit gibst du dir in Mailand?
Ende April bin ich für einen Foto-Termin kurz in der Schweiz. Dann werde ich ein erstes Mal Bilanz ziehen.
War nicht ursprünglich als erste Destination Paris geplant?
Ja, das stimmt. Aber nach Absprache mit Option ist es besser für mich, es zuerst in Mailand zu versuchen. Dort habe ich bessere Chancen, gute Aufträge zu bekommen, um mit denen in der Tasche in Paris punkten zu können.
Dein Gewicht spielte auch eine Rolle?
Genau. In Paris ist ein Hüftumfang von 88 oder 89 Zentimetern Pflicht, sonst sind um die 90 normal. Mit meinen 91 hab ich für die Franzosen zu viel auf den Rippen.
Wirst du dich jetzt auf das Pariser Mass herunterhungern?
Nein. Bis 89 Zentimeter sind für mich in Ordnung, aber mehr geht nicht. Der Körper sagt schliesslich auch mal Stopp.
Vom Schlankheitswahn also noch nicht infiziert?
Am Anfang bereitete mir das viele Gerede ums Gewicht schon etwas Mühe. Aber das ist nun mal die Kehrseite der Medaille: Man muss sehr diszipliniert sein. Eine Umstellung, die ich akzeptieren musste.
Welche Schattenseiten bringt das Modeln auch noch mit sich?
Drogen und falsche Typen, die das Business und die Naivität der Mädels ausnutzen. Selbst aber habe ich das zum Glück noch nicht erfahren müssen.
Partys sind für dich also tabu in Mailand?
Nein, natürlich nicht. Ich werde schon in den Ausgang gehen, aber man muss auch Nein sagen können!