Boni Koller kehrt mit seiner Band Baby Jail auf die Bühne zurück und sprach mit Blick am Abend über den Tubel.
Nach 17 Jahren stehen Baby Jail wieder auf der Bühne. Weshalb mussten wir so lange warten?
Der Zeitpunkt ist ideal. Wenn wir es jetzt nicht machen, sind wir irgendwann zu alt. Und unser Hit «Tubel Trophy» ist jetzt 20 Jahre alt.
Wie ist deine Beziehung zu eurem Superhit?
Der Tubel war das richtige Lied zur richtigen Zeit. Doch wenn ich mir anschaue, wie heute mit Angstmacherei Politik betrieben wird, ist der «Tubel» heute aktueller denn je.
Werdet ihr noch oft auf diesen Hit angesprochen?
Wir werden auf den Song reduziert und werden als Mundart-Punkband eingestuft.
Was seid ihr dann?
Wir sind eine Punkband mit grosser Lust auf Ausflüge in andere Musikbereiche. Und wir singen auch in Hochdeutsch und Englisch.
Und damit tourt ihr gerade ausgedehnt durch die Schweiz.
Genau. Ich hoffe, meine Stimmbänder machen mit. Ich bin auch noch mit Schtärneföifi unterwegs, und wenn wir an zwei Tagen drei Konzerte geben, muss ich schauen, dass ich nicht heiser werde.
Was ist anders mit Baby Jail als mit Schtärneföifi?
Bei den Schtärneföifi-Konzerten sind Kinder im Publikum, die schon lange schlafen, wenn wir mit Baby Jail die Bühne besteigen.
Deine Ex-Partnerin Bice Aeberli gehört ebenfalls zu Baby Jail.
Ja. Wir sind seit 20 Jahren kein Paar mehr und haben musikalisch immer wieder zusammengearbeitet.
Und wer steht beim Konzert am Zürcher Stadtsommer vor dem Helsinki sonst noch mit euch auf der Bühne?
Wir haben einige Musiker, die früher einmal Teil von Baby Jail waren, als Gäste. Und unser ältester Sohn wird mit seiner Band Entwerter ebenfalls einen Gastauftritt haben.
Baby Jail spielen am 1. August vor dem Helsinki in Zürich.