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Carl Hirschmann hat die Hotelsuite mit der Gefängnispritsche getauscht. In welchem Knast wollte Daniel Kloiber, Zürcher Staatsanwalt, nicht sagen. Hiess es erst aus Ermittlerkreisen, Hirschmann sei am Dienstag gleich beim Dolder abgeholt worden, sagte Kloiber gestern: «Zivile Detektive der Stadtpolizei gingen ihn in der Zürcher City diskret an und forderten ihn auf, mitzukommen.»
Weshalb sitzt der Playboy? Kloiber sagt nur: «Es werden weiter Leute befragt. Ich führe kein Verfahren wegen Erpressung, es geht um andere Straftatbestände. Dafür mehrere.»
Die dürften gravierend sein. «Und konkret. Sonst ordnet kaum ein Haftrichter gegen einen solch Prominenten U-Haft an», sagt ein Justizinsider. Spekulation in der Szene: Hirschmann habe Frauen beim gemeinsamen Sex gefilmt – und sie dann mit den Filmen unter Druck gesetzt. Das wäre tatsächlich weniger Erpressung als Vergewaltigung: Dazu zählt auch durch psychischen Druck erzwungener Sex. Oder sexuelle Nötigung, etwa zu Oralverkehr. Für beides drohen bis 10 Jahre Knast.
Carli teilt gern aus. Das bewies er im Januar 2009, als er in einem Nachtclub in Gstaad auf der Toilette auf einen Bekannten losging. Ihn würgte, verprügelte. Mit tatkräftiger Hilfe des Bodyguards.
Sein Opfer hatte danach Hämatome an der Nase und Sehstörungen auf dem linken Auge. Hirschmann hat seither eine Anzeige wegen mehrfacher Körperverletzung. Sie ist noch hängig.