Am Weihnachts-Abend verbrennt er Baschis Song!

  • Publiziert: 24.12.2008, Aktualisiert: 19.01.2012

Patent Ochsners Frontmann Büne Huber (46) über Weihnachten, Antifaltencrèmes, Langstrecken-Rraketen und Baschi.

So feiere ich Weihnachten: Ich decke den Tisch, stelle leckere Dinge drauf, setze Freunde drum herum und gemeinsam verhöhnen wir die Weight Watcher.

An Weihnachten nervt: Dass sie in gewissen Einkaufsstrassen bereits unmittelbar nach den Herbstferien beginnt.

Das gefällt mir an Weihnachten: Dass sie am 26. Dezember bereits wieder vorbei ist und in gewissen Einkaufsstrassen bereits der Osterschmuck präsentiert wird.

Das ist an Weihnachten tabu:Das Absingen von Nationalhymnen und von Trinkliedern mit fragwürdigen Kehrreimen.

Mein Weihnachtsritual: Ist das schamlose Verhöhnen der Weight Watcher.

Die grösste Pleite unter dem Tannenbaum: War und ist der Tannenbaum selber. Es ist gar kein Tannenbaum. Aber davon erzähl ich etwas später.

Im Krippenspiel wäre ich: Das Lamm oder der Esel. Weshalb wohl?

Dafür würde ich dem Stern nach Bethlehem folgen: Die Aussicht, dass dort in einem Stall ein Erlöser, oder etwas Erlöserähnliches anzutreffen wäre, könnte mich unter Umständen schon in Bewegung bringen.

Mein besonders süsses Christkind / Weihnachtsmann ist: Mein herzallerliebstes Tochterkind, weil sie mein herzallerliebstes Tochterkind ist.

Geschenke einkaufen gehe ich: In gewissen Einkaufsstrassen bereits unmittelbar nach den Herbstferien.

Als Geschenktyp bin ich ein: Ich gehöre in die Familie der sorgfältigen Sprenger.

Das schönste Geschenk war bisher: Eine Mittelstrecken-Rakete aus ehemaligen Sovjet-Beständen.

Von dieser Person möchte ich beschenkt werden: Von Vladimir Putin, der hat noch Langstrecken-Raketen.

Dieses Geschenke würde mich beleidigen: Antifalten- oder Anti-Agingcrème. Weil ich die überhaupt nicht nötig habe.

Dieses Geschenk würde mich dieses Jahr speziell freuen: Ein Hektoliter Rotwein aus dem Hause Masciarelli, weil der einfach sagenhaft gut ist. Oder eine Langstreckenrakete aus dem Hause Putin, weil die eine gewisse abschreckende Wirkung hat.

Diese Kindheitserinnerung verbinde ich mit Weihnachten: Mein Grossvater schenkte mir einmal einen Regenschirm, obschon es damals so gut wie nie regnete und ich überdies gar nicht wasserscheu bin.

Mit diesem Lied heize ich am Weihnachtsabend ein: Ich verbrenne die Partitur von «chummbringenhäi-chummbringen-chummbringenhäi-zu mir» im Cheminée. das heizt gehörig ein und macht auch kurz hell.

Mein Weihnachtsbaum sieht aus wie: Mein Weihnachtsbaum ist traditionsgemass ein Ficus Benjamini, der mir vor vier Jahren verreckt ist, weil ich ihn unsachgemäss mit Düngemittel behandelt habe. Ein Mahnmal von starker Aussagekraft.

Denkwürdig wie Josef und Maria sind: Sils, Maria und Huana.

Das ist mein Kernsatz aus der Weihnachts-Geschichte: «Es begab sich zu jener Zeit…» Der Rest der Geschichte ist mir anlässlich des diesjährigen Blasphemiker-Seminars in Bern/Bethlehem leider entfallen.

Das bringt meine Bells zum Tschingeln: Sollte das nicht heissen «meine Balls zum Tschingeln»? Diese Frage ist mir nun definitiv zu intim.

«Oh du fröhliche» denke ich mir, wenn: Wenn alle meine Freunde unter dem Tisch liegen und Trinklieder mit fragwürdigen Kehrreimen zum Besten geben.

Ihr Kinderlein kommet sage ich zu den Kinderlein, wenn: Ich sie zu Tisch bitte, um gemeinsam mit Freunden die Weight Watcher zu verhöhnen.

Nach dem Kerzenlöschen sage ich: Prostnägeli et cetera und auf zu neuen Ufern!

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