Scheich klagt gegen Michael Jackson

  • Publiziert: 18.11.2008, Aktualisiert: 14.01.2012

LONDON – Aus Freundschaft wird Feindschaft: Ein arabischer Scheich hat US-Popstar Michael Jackson vor einem Londoner Gericht wegen Vertragbruchs auf sieben Millionen Dollar verklagt.

Scheich Abdullah bin Hamad al-Chalifa habe unter anderem Schulden des Popsängers beglichen und 2005 dessen Gerichtskosten in Millionen-Höhe bezahlt, sagte der Anwalt des Klägers. Jackson habe aber im Gegenzug den Vertrag über eine Platte, eine Autobiografie und eine Musical-Produktion nicht eingehalten.

Jackson liess dagegen mitteilen, die Zahlungen seien ein Geschenk gewesen, es habe keine gültige Abmachung über einen Vertrag gegeben. Der Fall basiere auf «Fehlern, Fehlinterpretationen und unzulässiger Einflussnahme». Das Verfahren soll bis zu zwölf Tage laufen. Jackson wird dabei eventuell via Video-Verbindung vor den Richtern aussagen.

Al-Chalifa hatte Jackson 2005 in Bahrain kennengelernt. Den Angaben des Anwalts zufolge hatte er dem Sänger ein Tonstudio auf dessen Neverland-Ranch einrichten lassen und ihm seine Kompositionen geschickt.

Beide hätten eine «enge persönliche Beziehung» entwickelt. Von 2005 an habe der Scheich den Musiker finanziell unterstützt. Dem Sänger wurde damals der Prozess wegen Vorwürfen des Kindesmissbrauchs gemacht. Später geriet er in arge Finanznöte. (SDA/ab)

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