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Diese Woche in einer Berliner Kneipe. Ein Mann schaut aufs «Zeit-Magazin», dann haut er sein Gegenüber an: «Sind Sie nicht der da auf der Titelseite?»
Ja, er ist es. Roger Schawinski. Der ehemalige Sat.1-Chef ist in Deutschland auch auf der Strasse ein Star, seit er ein lehrreiches Buch über Zicken, Zank und Zaster bei Sat.1 verfasste. «Spiegel», «Frankfurter Allgemeine», «Bild», «Süddeutsche», – alle schreiben über Schawis Buch. Es schnellte auf Platz 6 der Bestsellerliste.
Ausruhen auf den Lorbeeren? Nicht Schawinski. Nach sechs Jahren Bildschirm-Abstinenz ist Schawi wieder heiss auf Talken – in der Schweiz. «Meine Talkshow wird anders. Anders als jede andere in der Schweiz», sagt er zu BLICK.
Ringier-TV-Chef Hannes Britschgi (52) bestätigt, dass schon zwei Pilotsendungen aufgezeichnet wurden. «Rogers Reflexe waren sofort wieder da», schwärmt er. «Er war angriffig, frisch, brachte sein ganzes Repertoire.» Worum geht es im Talk? Britschgi vorsichtig: «Er verrät etwas über die Arbeitsmethoden von Journalisten.»
Wenn die Finanzierung klappt, könnte die Sendung schon im Winter im Schweizer Fenster von Sat.1 starten. Dort gibt es ihm gegenüber keine Ressentiments: «Der Schweizer Verwaltungsrat ist vom Projekt begeistert», sagt Britschgi. Schawinski: «Eigentlich ist mein Buch ja eine Liebeserklärung an Sat.1 und das Privat-TV.»
Jetzt fragen sich alle: Wen lädt der Medien-Pionier zuerst ein? Alexandra Neldel (31), Ottfried Fischer (53), Anke Engelke (41) oder Harald Schmidt (50)? Sie kommen alle in seinem Buch vor. Es würden die Fetzen fliegen.
So wie damals. Als Schawinski ein Buch von Psychologin Catherine Herriger (56) durchs Studio schmetterte – und viele heimlich applaudierten.
Auch wenn der Ex-Sat.1-Chef wieder in der Schweiz plaudert – die Wohnung in Berlin will er behalten. Seine Tochter Lea (10) besucht dort die Schule.
Alle sind sich einig: Es ist wichtig, dass Schawi möglichst schnell wieder talkt. Denn zur Arbeit im Haushalt taugt er definitiv nicht. Kürzlich wollte er das Bügelbrett seiner Frau zusammenklappen. Jetzt trägt Schawi am Finger einen dicken Verband.
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Roger Schawinski: Er ist heiss aufs Talken. (Keystone)