Sie war die meistgehasste Person des Königreichs. Nun wird sie nicht gerade geliebt, aber akzeptiert.
Sie ist weicher geworden, ihre Kostüme modischer, das Lächeln befreiter. Camilla feiert heute ihren 65. Geburtstag, sie scheint mit zunehmendem Alter glücklicher zu werden. Einst war sie laut Lady Diana († 36) der «Rottweiler», der ihre Ehe mit Prinz Charles (63) zerstörte, nun gehört sie zu den Royals.
Aus der geschiedenen Camilla Parker Bowles wurde die Herzogin von Cornwall. Sie könnte sich sogar Prinzessin von Wales nennen, trägt den Titel offiziell aber nicht, weil er mit Diana assoziiert wird.
Eine Prinzessin der Herzen wird Camilla nie. Die kernige Engländerin liebt das Landleben, reitet, geht auf die Jagd. Freunde sagen, sie könne mit ihrer Stimme «einen schwerhörigen Labrador aus drei Kilometer Entfernung herbeirufen».
Ausserdem neige Camilla zu Schlampigkeit: «Sie hat eine Abneigung gegen Reinigungsmittel», so eine frühere Schulkollegin.
Mit Charles passte es aber einfach. Seit ihrer ersten Begegnung 1972 können die beiden nicht voneinander lassen. Camilla stellte sich mit den Worten vor: «Meine Urgrossmutter war die Mätresse Ihres Urgrossvaters. Vielleicht sollten wir es auch probieren.»
Aber Camilla schaffte, was einer Mätresse normalerweise verwehrt bleibt: Sie wurde vom Prinzen geheiratet. Er stellte sich für sie sogar bloss: In einem aufgezeichneten Telefonat säuselte Charles, er wolle als Camillas Tampon wiedergeboren werden. Die Affäre flog auf. Camillas Ehe mit Andrew Parker Bowles (72) endete 1995, Charles und Diana liessen sich im Jahr darauf scheiden.
Und obwohl das Volk lange brauchte, um Camilla zu akzeptieren: Man gönnt ihr und Prinz Charles das über Umwege gefundene Liebesglück.
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