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Der englische Stil hat es dem Doppelbürger mit Schweizer und spanischem Pass, der in Renens VD aufwuchs, angetan. «Ich habe immer von einem sehr alten Auto geträumt», erzählt Carlos Leal begeistert.
«Eigentlich bin ich kein Freund von Motorsport – aber als man mich einlud, in einem Bentley von 1929 die Alpenrallye als Beifahrer zu absolvieren, habe ich gerne zugesagt.»
Seine Freundin Joe Kelly begleitete ihn nach Kitzbühel. Aber auf die harte Tour im Oldtimer verzichtet sie. Das hat ganz private Gründe: Joe und Carlos erwarten im Herbst ihr erstes Kind.
Privat besitzt Leal, der derzeit hauptsächlich in Madrid lebt, kein Auto. «Ich hatte selbst nur zwei Autos, beide waren Volvos, einer Baujahr 1970, einer von 1969.»
Ein schönes Kontrastprogramm: Vom alpinen Nobelort Kitzbühel reiste Leal an den Rand des
G-8-Gipfels nach Heiligendamm, wo er für ein deutsches Filmprojekt vor der Kamera steht.
Heute Bentley-Fahrer, morgen Globalisierungskritiker? Für Leal kein Problem: «Ich liebe Gegensätze. Sie sind es, die mein Leben schön machen.»
Begann Leals Erfolg 1990 als Rapper bei «Sens Unik», war ihm schon bald klar: «Nur eine Art von Musik zu hören, ist ein Fehler. Ich versuchte immer alle Arten von Musik zu hören, das hat meinen Horizont geöffnet.»
Gute Voraussetzungen, die Offenheit zu leben: Leal beherrscht vier Sprachen, fühlt sich «ganz klar als Europäer». Derzeit ist er gleichzeitig in deutschen, spanischen, französischen und schweizerischen Film- und TV-Projekten aktiv.
Und erfolgreich: Preisträger der Berlinale 2006 in Berlin, eine Rolle im James-Bond-Film «Casino Royale», wo Leal den Casino-Direktor spielt.
«Wir sind ein europäisches Paar», sagt er auch über seine Beziehung zu Schauspielkollegin Joe Kelly, die einen belgischen und einen irischen Pass besitzt.
Seit fünf Jahren sind sie ein Paar – und dabei sagt Leal, er wisse nicht einmal ihr Geburtsjahr. Aber den Geburtstag wohl? «Ja, im Dezember.» Und nach einem Blick auf seinen Blackberry: «Es ist der 18. Dezember.»
Die Baujahre seiner früheren Autos weiss er noch genau – aber seine Vorliebe für Kontraste ist es wohl, was Carlos Leal so speziell macht. Und so erfolgreich.
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Carlos Leal in froher Erwartung. (BLICK/Toini Lindroos)