Harry und weitere royale Skandale Eine schrecklich nette Familie

Prinz Harry ist nach seinem Nacktfoto-Skandal der Buhmann des Buckingham-Palastes. Dabei haben es andere Familienmitglieder auch schon wild getrieben.

  • Publiziert: 18.22 Uhr
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Skandal-Prinz: 2005 tauchte Harry im Nazi-Kostüm auf.

(Reuters)

Der nackte Prinz stellt die Royals bloss. Die Party-Bilder aus Vegas, auf denen der 27-Jährige seine Kronjuwelen krault, sorgen für rote Köpfe im Palast. Queen Elizabeth II. (86) ist «not amused». Doch sie ist Skandalerprobt. Schliesslich hat ihre Familie noch ganz andere Schlagzeilen produziert.

Sarah Ferguson (52), Ex-Frau von Prinz Andrew (51), wurde vor die vornehme Tür gesetzt. Sie hatte sich oben ohne am Swimmingpool gesonnt und sich dabei von Finanzberater John Bryan die Zehen lutschen lassen.

2010 liefert Sarah wieder Gesprächsstoff: Sie hatte versucht, ihre Kontakte zum Königshaus zu Geld zu machen. Sie sei betrunken gewesen, erklärte sie später.

Prinz Charles (63) wurde das Liebesgeflüster mit seiner Jugendfreundin und heutigen Frau Camilla (65) zum Verhängnis. Sein Wortlaut: «Lass mich zum Tampon sein.» Das Telefonat wurde abgehört.

Sophie Wessex (47), Ehefrau von Prinz Edward (46), fiel auf einen als Scheich verkleideten Reporter herein, der sich als möglicher Kunde für ihre PR-Firma ausgab. Sie lästerte über die Königin («das alte Tantchen») und andere Mitglieder der Familie. Währenddessen lief ein Tonband.

Auch Queen-Gemahl Philip (91) fällt häufig mal aus der Prinzenrolle, schockt mit deplatzierten Kommentaren. Unvergessen seine Begegnung mit Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, den er 1997 mit «Guten Tag, Herr Reichskanzler» begrüsste.

Prinz Harry befindet sich also in bester Gesellschaft. Er selbst ist auch schon mehrfach unangenehm aufgefallen. Den Ruf als «Party-Prinz» erarbeitet er sich durch Saufgelage. 2005 trat er im Nazi-Kostüm auf, 2009 musste er sich für einen rassistischen Ausdruck entschuldigen. Er hatte einen Kollegen beim Militär «Paki» genannt, was in England abwertend für Inder und Pakistaner verwendet wird. Der Palast musste sich entschuldigen. Die Nackt-Aktion jetzt setzt den Skandalen die Krone auf.

Königshaus-Expertin Ingrid Seward ist sich jedoch sicher, dass die Nacktfotos Harrys Beliebtheit noch steigern werden. «Nach Vegas geht man, um eine gute Zeit zu haben. Und er weiss, wie man eine gute Zeit hat. Ich glaube, das ist das, was die Leute an ihm mögen.» (aau)

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