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Ja, sind wir denn plötzlich das neue London geworden?! Als wären Musikstars ein Exportschlager, sorgen Schweizer im Ausland für Furore: Powerröhre Stefanie – und Quentin Mosimann als Triumphator bei «Star Académy».
«Ich bin seit Jahren der Meinung, dass die Schweizer Musikszene besser ist als ihr Ruf – wir müssen uns nicht verstecken!», sieht sich Shakra-Manager Oliver Macchi bestätigt. Und für Rico Fischer, A&R-Manager von Sony BMG, ist das gar erst der Anfang: «Es sieht nach einem Trend aus», sagt er. «Bei uns wird kritisch konsumiert, in Deutschland werden Erfolge ganz anders gefeiert.»
Gute Chancen hätten Quentin und Stefanie, wahre Musikstars zu werden, bestätigen beide Manager. Auch Universal-Boss Ivo Sacchi sagt: «Im Ausland haben Casting-Stars eine Chance, weil sie von Anfang an mit den besten Produzenten der Welt arbeiten können.»
Tatsächlich steckt TF 1 bei Quentin bis zu einer Million Euro in die Karriere, Stefanie werkelt nach ihrer Nummer-1-Single «Mean Man» an ihrer CD. Und unsere «MusicStars»? Salome und Carmen haben ihre Karrieren beendet, andere dümpeln vor sich hin.
Kein Wunder, wenn SF Shows wie die letzte «MusicStar»-Staffel produziert, findet Chris von Rohr: «Wenn ‹MusicStar› wieder grosse Talente anlocken will, muss die Show weg vom Tanzgedrille, zurück zur Musik- und Jurykompetenz.» Sonst würden sich die wahren Talente kaum melden. Und wie Stefanie oder Quentin den Weg über Ausland wählen.
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Quentin Mosimann mit der Siegertrophäe von «Star Academy». (AP)