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Diese Offroader-Initiative ist doch ein fertiger Chabis!», poltert Gölä (40), der selbst einen Toyota 4-Runner und einen alten Chevrolet fährt. Der Büezer-Rocker entnervt: «So was kommt nur einem in den Sinn, der selber nicht arbeiten muss!»
Ein Offroader sei schliesslich nichts anderes als ein hoher Kombi, «da müsste man die ja mitverbieten», so der Mundartrocker. Er aber brauche Platz für Familie und Hunde. «Da reicht so ein Handtäschli auf vier Rädern nicht.»
Mehr Sicherheit, praktisch
Gölä: «In der Stadt mit dem Tram ist es halt etwas anderes, als wenn du auf dem Bau oder in den Bergen schweres Zeugs rumschleppen musst!» Ein grosses Auto biete auch mehr Sicherheit.
Die Offroader-Debatte – sie lässt die Gemüter im roten Bereich rotieren!
Gestern berichtete BLICK über erste Schweizer Prominente, die ihre Protzkarren gegen kleinere, umweltfreundlichere Modelle eintauschen. Stars wie Cécile Bähler (27), Stress (31) oder Lolita Morena (47) ist ein erleichtertes Gewissen (und dickeres Portemonnaie) wichtiger als der ganz grosse Auftritt – weshalb sie im Öko-Wagen an den roten Teppich vorfahren.
Keine Interesse bei Hausi Leutenegger
Doch viel Blech ist nicht für alle totaler Schrott. «Ein kleines Auto ist nichts für mich», wettert Hausi Leutenegger. Die Offroader-Initiative interessiert ihn nicht, «die sollen zuerst mal im Bundesrat für Ordnung sorgen», sagt Leutenegger.
Für den Schauspieler und Unternehmer ist ein Auto eine Lebensversicherung. «1969 hatte ich einen schlimmen Unfall. Ich überlebte nur, weil ich schon damals ein grosses Auto gefahren bin!»
DJs wollen was erleben
Weniger ums Über- als vielmehr ums Erleben geht es vielen Schweizer DJs. «In der Szene wirst du ohne grosses Auto gar nicht ernst genommen», sagt Christopher S. (38). Wie in der amerikanischen Hip-Hop-Szene gelte der Wagen da als Statussymbol.
Christopher S., der erst kürzlich seinen Audi Q7 zurückgegeben hat und jetzt «nur» noch einen Chrysler 300 CC SRT8 (489 PS) fährt: «Praktisch alle Schweizer DJs haben eine Protzkarre!»
Und kein Problem damit, wie DJ Antoine (34) klarmacht: «Ich fahre einen Dodge Nitro. Für mich ist
Sicherheit wichtig, ich möchte mich auf der Strasse entspannen können», so der Basler.
Natürlich sei auch der Fahrkomfort nicht ganz unwichtig.
Für den DJ haben die Offroad-Gegner aber ihre Inititaive nicht richtig durchdacht: «Die glauben, mit einem Hybrid sei das Problem gelöst. Dabei fahren sie sicher eine alte Karre, die Öl verliert ... Fragt sich, wer hier der Umwelt mehr schadet.»
Die Fahrtechnik machts aus...
Nur weil man keinen Offroader fahre, sei man noch lange kein Öko, macht der DJ seinem Ärger Luft. Und sowieso: «Viele Kleinwagenfahrer und SUV-Gegner können selbst kaum Auto fahren. Wie viele haben eine Reaktionszeit wie eine Schnecke? Die sollte man einem Eignungstest unterziehen – zum Wohl unserer Kinder!»
Fast schon Hetzjagd gegen Besitzer von grossen Autos will auch Rennfahrerin und Model Christina Surer (35) ausgemacht haben: «Für mich hat es den Anschein, als
würde derzeit jeder mit einem SUV verteufelt. Dabei gibt es auch Offroader, die weniger Sprit verbrauchen als Kleinwagen», sagt sie.
Ausserdem käme es auch auf die Fahrtechnik an.
Womit sie bei Missen-Managerin Karina Berger (40, fährt einen BMX X5) auf offene Ohren stösst: «Statt Offroader verbieten zu wollen, sollte man besser eine Initiative für vorsichtigeres Fahren starten.»