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O.J. Simpson ist wieder hinter schwedischen Gardinen. Der Ex-Footballstar ist wegen eines bewaffneten Raubüberfalls angeklagt. Mitte September 2007 soll er zusammen mit fünf Komplizen zwei Sammler von Fan-Artikeln in einem Hotel überfallen und mit Waffengewalt zur Herausgabe einiger Erinnerungsstücke gezwungen haben.
Am 16. September klickten dann die Handschellen. Doch der frühere Schauspieler hinterlegte eine Kaution von 125000 Dollar (rund 143000 Franken) und entging so vorläufig dem Knast. Allerdings mit der richterlichen Auflage, keinen Kontakt zu seinen Komplizen aufzunehmen, auch nicht über Mittelsmänner. Offenbar hat der 60-Jährige laut «CNN» aber genau das getan. Er soll sich mit einem Mitbeschuldigten in Verbindung gesetzt und versucht haben, diesen von einer Zusammenarbeit mit der Justiz abzubringen. Grund dafür hat er, schliesslich beschuldigen die Komplizen den Ex-Sportler, sie zum Überfall angestiftet zu haben.
Simpson behauptet zwar, die Sammlerstücke gehörten rechtmässig ihm und seien ihm zuvor gestohlen worden, ausserdem seien keine Waffen gezogen worden. Der Prozess soll am 7. April beginnen – befinden die Richter O.J. für schuldig, droht ihm lebenslange Haft.
Und bis dann kann er sich auf eine Zeit im Kittchen einrichten. Nach seiner erneuten Festnahme in Florida wird er am Mittwoch einem Richter in Las Vegas vorgeführt. Der Staatsanwalt hat bereits beantragt, die Freilassung auf Kaution zu widerrufen.
Für Schlagzeilen sorgte 1995 der Doppelmord an O.J. Simpsons Frau und ihrem Freund. Trotz erdrückender Beweislast wurde er damals freigesprochen. Von einem Zivilgericht wurde er dann allerdings zu Zahlungen an die Hinterbliebenen seiner Frau verurteilt. Und wurde so zum wohl berühmtesten schuldigen Unschuldigen der Welt. (sda/zeb)
O.J. Simpson hat wieder einmal einen Termin vor Gericht.- Keystone