Zoff zwischen Zürchern und Bündnern

  • Aktualisiert am 02.01.2012

ZÜRICH – Die SVP machts vor, die Schweizer Hip-Hopper ziehen nach. Stadt und Land geraten sich gehörig in die Haare.

Es herrscht «Beef» zwischen Zürich und Graubünden – und damit ist nicht Bündnerfleisch gemeint. Gestern veröffentlichten sowohl «Die Fidelen Oschtblock Kuabuaba» (OBK) aus dem Steinbock-Kanton mit «America is Back» als auch die Limmat-Städter P.Moos & Samurai mit «Swiss Made» ihre neuen Alben. Trotz zwei verschiedenen Ländern in den Titeln – es dreht sich alles um die schöne Schweiz.

Beide verstehen sich als Vertreter helvetischen Hip-Hops, bloss wählen sie unterschiedliche Ansätze. Die Bündner spielen mit Klischees und präsentieren sich gerne in Tracht, die Zürcher stehen für eine Schweiz fern von Folklore.

Was prompt dem Ober-Bündner und OBK-Leader Gimma die Sennenmütze lupfte: Er sieht darin einen Angriff bzw. «Diss» auf seine Truppe und wurde bei «Nation Music», dem Label von Samurai & P.Moos vorstellig. Dort wiegelt man ab: Nichts dergleichen sei beabsichtigt gewesen.

Doch die Retourkutsche der Zürcher folgte prompt: in Form eines Foto-Shootings in Sennenkutte inklusive Kuh. Ist Hip-Hop der neue Ländler? Schon Bliggs Zusammenarbeit mit der Streichmusik Alder wärmte das helvetische Herz. Statt Baggy-Pants und XXL-Shirts scheinen Trachten der neue Dresscode zu sein. Dafür ist der mediengerechte Streit unter den Rappern importiert. (zeb)

Gimma, mit Finger in der Nase, bohrt nach.- MySpace.com

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