
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der Zürcher Hip-Hopper als heissester Anwärter für den Swiss Music Award in zwei Kategorien, Bligg holte sich die Auszeichnung allerdings nur für das Best Album Urban National, wo er sich gegen Phenomden und Philipp Fankhauser durchsetzte.
Aber der Reihe nach: Den Auftakt zur grossen Party der Schweizer Musikszene machten Rapper Stress und sein Kumpel aus Double Pact Zeiten, Nega. Und auch danach blieb der Anlass schön in der Familie. Stress Ehefrau Melanie Winiger führte als Moderatorin gemeinsam mit Bauern-Kuppler Marco Fritsche durch den Abend im Kaufleuten. Letzterer gewohnt souverän, die ehemalige Miss Schweiz wie immer hart an der Grenze zur Vulgarität.
Für den ersten Lichtblick sorgte Bald-Mami Mona Vetsch, die passenderweise und charmant die Newcomer des Jahres vorstellte. Den Preis heimste Stefan-Raab-Casting-Gewinnerin Stefanie Heinzmann ein – die Walliserin gewann mit «My Man Is A Mean Man» auch noch in der Kategorie Best Song National.
Bei der Elektronik-Abteilung schwang DJ Antoine obenaus. Allerdings konnte er den Swiss Music Award nicht selbst entgegen nehmen, der Baselbieter weilt im Spielerparadies Las Vegas. Läuft es am Roulette-Tisch für ihn ähnlich gut wie im Voting für die Awards, kann er sich bald einen neuen Hummer leisten.
Für etwas internationalen Glamour sorgten Silbermond und natürlich Amy MacDonald, die auch nicht mit leeren Händen nach Hause musste. Die Schottin wurde in den Sparten Best Song International und Best Rock/Pop-Album International «gesteinigt». In der zweiten Kategorie setzte sie sich gegen Coldplay und AC/DC durch. Die Zusammenstellung wirkt etwas willkürlich, und wie der Zufall so will, war Amy MacDonald gleich auch noch persönlich vor Ort, um die Auszeichnungen entgegenzunehmen.
Natürlich performte die Schottin ihren Hit «This Is The Life» auch noch Live, neben ihr trat mit Italo-Sänger Nek noch ein weiterer internationaler Stargast auf der Kaufleuten-Bühne auf. Und natürlich war auch der deutsche Rüpel-Rapper Sido mit von der Partie. Dieser hatte zwar keinen musikalischen Auftritt, bedankte sich für den Swiss Music Award in der Kategorie Best Album Urban International aber artig beim Zürcher Publikum. Und besonders bei einer schönen Frau, die «so cool lächelt».
Grund zum Lächeln hatten auch Züri West. Die Urgesteine der Schweizer Musikszene holten sich zwei Swiss Music Awards: Einmal für das Best Album Pop/Rock National und dann für den Best Live Act National.
Züri West, Stefanie Heinzmann und Amy Macdonald. Drei unterschiedliche Künstler holten sich die Preise doppelt ab – und spiegelten so die Swiss Music Awards gut wieder: Von allem ein bisschen, von nichts wirklich viel. (zeb)