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Dieses Songbuch ist Liebhaberei und rentiert sich nicht für mich», beteuert Musiker Bligg (33). Die Nachfrage sei zuerst da gewesen. «Ich erhielt im vergangenen Jahr unzählige Anfragen von Lehrern und Eltern, die wissen wollten, wo sie meine Songtexte und Noten erhalten.» Ab 27. November sind sie nun neben unzähligen Bildern, Hintergrundinformationen und einer Playback-CD für Fr. 29.90 erhältlich.
«Wir werden das Songbuch den Schweizer Schulen anbieten», sagt Lukas Heim (49), Verlagsleiter beim Weltbild Verlag Olten. «Bei Bligg geht es um Liedgut, das zu Volksliedern wird wie ‹Rosalie› und ‹Musig i dä Schwiiz›», begründet er. Heim ist sich sicher, dass die erste Auflage von 3500 Exemplaren mit links verkauft wird.
Bligg selbst besass Gesangsbücher von Mani Matter. «Ich würde mich geehrt fühlen, wenn ich mit meinen Liedern auch einen gewissen Beitrag zum kulturellen Schaffen leisten könnte.» Auf jeden Fall bringe es «frischen Wind in die Schulräume und die Lehrer stehen vor den Kids cool da».
Beim Thema Kinder wird Bligg, der sonst gerne den coolen Rapper gibt, plötzlich sanft. «Sie sind nicht nur herzig, sondern insbesondere ehrlich», sagt Bligg und offenbart: «Ich bin jetzt 33 und hätte heute viel lieber eine Tochter oder einen Sohn als ein Platinalbum. Kinder geben einem mehr als jeder Erfolg. Doch es hat bestimmt seinen Grund, weshalb ich noch nicht Vater bin», sagt der Single-Mann.