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Guter Look: Lovebugs-Frontmann Adrian Sieber.Dafür brauchts kein Coming-out: Wer den Eurovision Song Contest (ESC) gewinnen will, braucht die Stimmen der Schwulen. «Es ist kein Geheimnis, dass wir eine grosse homosexuelle Zuschauergemeinde haben», verkünden die ESC-Organisatoren in Moskau.
Mittendrin in Moskau: die Schweizer Rocker Lovebugs. Bei denen stehen in den vorderen Reihen zwar mehr Girls als Boys. Doch Sänger Adrian Sieber (37) weiss: «Auch in der Schweiz kommen viele Schwule an unsere Gigs.»
Die Schweizer Schwulengemeinde ist für den Glitter- und Glamour-Event denn auch voll parat. Mit www.pinkprogram.ch verpasst man keine rosarote ESC-Sekunde, und der Berner Gay-Club «A…13» überträgt den Wettbewerb sogar auf Grossleinwand.
Doch sind die Liebeskäfer schwul genug fürs Finale? «Sie haben einen guten Look, sie sehen schon ein bisschen schwul aus», sagt Claude Bravi (41), Musikpromotor und Mitveranstalter der Gay Pride Zürich. Wie so oft in der heutigen Zeit würden sich auch bei den Lovebugs die Grenzen zwischen Homo- und Heterosexualität verwischen. Bravi: «Ich kann mir gut vorstellen, dass die Lovebugs Stimmen aus dem Gay-Lager erhalten.»
Ob es die Basler damit ins Finale schaffen? Auf jeden Fall würden sie dort warm empfangen. Vielleicht vom weiss glänzenden Männer-Trio De Toppers um den holländischen TV-Star Gordon Heuckeroth (40). Dieser ist berühmt für seine Auftritte in rosa Generalsuniform.
Die Bugs hingegen verzichten auf ESC-Glitter, setzen auf coole Rockerkluft. Keine Angst, zu wenig schwul zu wirken? Sieber: «Im Gegenteil. Wir biedern uns nicht an, wir bleiben, wer wir sind. Alles andere wäre peinlich.»
Trotzdem muss auch er feststellen: Der rote Platz hat einen pinken Anstrich. «Jetzt, wo sich die Hotels füllen, merkt man, dass der männliche Anteil grösser ist als sonst.»
Hoffen wir also, dass unsere Liebeskäfer bei den Homosexuellen gut landen (SF 2 ab 21 Uhr).