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Er ist eigentlich ein besonnener Mann. Doch als Abt Martin Werlen (47) am Samstag im BLICK lesen musste, dass der ehemalige Swissmetal-Chef Martin Hellweg (42) mit seinem Techno-Projekt «Milk67» sein Kloster Einsiedeln missbrauchte, macht den Gottesdiener wütend.
Denn im Video zum Track «White Monks» (deutsch: «Weisse Mönche») gehts nicht besonders christlich zu und her: Eine nackte Nonne rennt durch den Wald und flüchtet anschliessend ins Kloster Einsiedeln, wo nackte junge Männer eine Art Schwulen-Orgie veranstalten und aus einem Weihwasserbecken eine milchige Flüssigkeit schlürfen.
Das will Abt Werlen nicht auf seinem Kloster sitzen lassen. «Das Kloster Einsiedeln distanziert sich in aller Form von diesem Projekt», sagt er gegenüber BLICK. Das Kloster habe weder eine Dreherlaubnis auf seinem Territorium erteilt noch vom Videodreh Kenntnis gehabt.
Bereits ist Klage eingereicht
«Die Fassade des Klosters Einsiedeln muss sich nicht für alles hergeben», sagt Werlen. Schon früher sei das Kloster für Werbefilme missbraucht worden, in diesem Fall wehre man sich: «Wir haben umgehend strafrechtliche Schritte eingeleitet.»
Er kenne Hellweg nicht persönlich – und was der Manager in seiner Freizeit mache, sei seine Sache. Auch dass der Skandalfilm ausgerechnet von einem Wirtschaftsboss produziert wurde, der sich als knallharter Job-Killer und «Bösewicht von Reconvilier» einen Namen machte, tut für den Abt nichts zu Sache: «Mir geht es einzig und allein um die Fairness, die mit diesem Video ganz bestimmt nicht respektiert wurde.»
Er habe nichts gegen Kunst, und grundsätzlich sei auch ein Video mit dem Kloster möglich: «Aber nur wenn der Inhalt mit unseren Idealen übereinstimmt. Und das ist hier ganz sicher nicht der Fall.»
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Manager Martin Hellweg. (RDB)