Minor Majority live in Luzern «Popmusiker sind ein trauriger Haufen»

ZÜRICH - Pål Angelskår spielte gestern mit Minor Majority in Zürich. Wir trafen ihn vor dem Konzert und sprachen mit ihm über die Traurigkeit, Jäel von Lunik und Norwegen.

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Christian Wyss

Minor Majority spielten gestern Abend in der Roten Farbik Zürich. Die Norweger begeisterten das Publikum mit ihren traurigen, wunderschönen Songs. Aber wer steckt hinter dieser tiefen, männlichen Stimme, die so schön und warm über die Liebe singt? Wir fanden es heraus und trafen den Sänger vor dem Konzert.

Pål, sie sind schon wieder in der Schweiz. Wieso?
Weil wir hier immer herzlich willkommen werden. Wir kommen gerne hier her, weil es sich anfühlt wie zuhause in Norwegen. Und die Menschen nett sind.

Mit einer besonders netten und hübschen haben sie ja bereits gesungen…
Ja. Mit Jäel von Lunik und Mina. Sie hat mich nach einem Konzert von uns in Frankreich angesprochen, wir haben gemailt, ich kam nach Bern und nahm mit ihr ein paar Songs auf, und dann tourte sie mit uns durch Norwegen. Das war eine schöne Zeit

Haben Sie noch Kontakt mit ihr?
Ja, wir mailen immer noch fleissig. Wer weiss, vielleicht gibt’s wieder einmal eine Zusammenarbeit.

Eure Musik ist immer traurig, melancholisch. Sind Sie es auch?
Gerade darum nicht! Wir sind glückliche und fröhliche Menschen, grade weil wir die traurigen Dinge des Lebens in unseren Songs verarbeiten. Schau Dir mal die Pop-Stars mit ihren Happy-Songs an. Das ist ein trauriger Haufen.

In Ihren Texten verarbeiten Sie viele Persönliche Dinge, singen von verflossenen Lieben Haben Sie keine Angst, zu viel von sich preiszugeben?
Nein. Am Schluss bleibt für mich einfach nur ein Song. Und nicht alles, was ich singe, habe ich direkt erlebt. Es sind Erfahrungen und Gedanken, die ich so verarbeite.

Geben Sie mir drei Gründe, wieso wir Schweizer nach Norwegen reisen sollten.
Bei uns sieht es gleich aus wie bei euch. Ausser dem Meer. Und mehr Platz. Viel Natur… Wer nach Norwegen kommt, muss gerne draussen sein. Und ja, kommt ruhig und überzeugt Euch, dass wir gar nicht so depressiv sind, wie alle meinen.

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