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Konzerttickets, eine kurze persönliche Begegnung (im Pop-Jargon «Meet ’n’ Greet») oder einen Haarschnitt von Piero Esteriore höchstselbst: Die Preise des SMS-Gewinnspiels auf der Homepage des Italo-Rockers und gelernten Friseurs dürften nur auf echte Fans verlockend wirken.
Doch Qualität des Angebotes hin oder her. «Hierbei handelt es sich zweifellos um eine illegale Lotterie», urteilt Manuel Richard von der Schweizer Lotterie- und Wettkommission Comlot. Ausschlaggebend sei der finanzielle Einsatz, den der Kunde bei Esteriores Gewinnspiel leisten muss, um überhaupt teilnehmen zu können.
«Die Frage ist immer, ob eine Gratisteilnahme möglich ist. In diesem Fall ist sie es nicht, weshalb dieses Gewinnspiel unter die Lotteriegesetzgebung fällt.» In der Schweiz benötigen Lotterien grundsätzlich eine Bewilligung. Aber nur die beiden Schweizer Lotteriegesellschaften besitzen sie (etwa für Spiele wie «Benissimo») – nicht aber Esteriore, der von jeder SMS (Fr. 1.50) einen Teilbetrag erhielt.
Auf Anfrage von SonntagsBlick bestätigte auch der Anbieter, dass in diesem Fall das Gewinnspiel nicht korrekt präsentiert werde. Sollten sich die Bedingungen nicht ändern, werde man es einstellen. Und siehe da, kurz darauf verschwand die illegale Lotterie.
Der 32-jährige Sänger selbst sagt nichts zu diesem heiklen Thema. Ob der ehemalige Teilnehmer bei «MusicStar» und Eurovision Song Contest sich eines Fehlers bewusst war, spielt keine Rolle, denn Unwissen schützt nicht vor Strafe. In einem solchen Fall können bis zu 10000 Franken fällig werden. Vielleicht kommt der Italo-Basler aber mit einem blauen Auge davon. Nicht selten werden kleine Fische nur auf einen Missstand hingewiesen und verwarnt.
Anfang Jahr zog Piero Esteriore ins Big-Brother-Haus. Klicken Sie sich durch die Diashow.
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Mittlerweile ist die illegale Lotterie auf Pieros Homepage (siehe rote Markierung) verschwunden.