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1.50 Franken zahlt der Kunde in Apples iTunes-Laden pro Song. Oder 15 Franken für ein ganzes Album. Der Computerkonzern hat mit seinem Online-Musikshop und dem dazu passenden Abspielgerät iPod eine marktbeherrschende Stellung inne. In den USA kontrolliert Apples iTunes 70 Prozent des digitalen Musikgeschäfts.
Und wer den Markt beherrscht, bestimmt auch die Preise.
Das passt der Musikbranche schon lange nicht mehr. Auch wenn sie über zwei Drittel des Verkaufspreises (70 von 99 Cent in den USA) für sich einstreicht, möchte sie einen grösseren Anteil vom Kuchen. Und vor allem möchten die Branchenriesen selbst den Verkauf der Songs aus ihren Verlagen übernehmen.
Also planen die drei grössten Labels Universal, Sony BMG und Warner Music eine Musik-Flatrate. «Total Music» soll das Angebot heissen. Für 5 Dollar (5.90 Franken) im Monat sollen Kunden unbeschränkten Zugriff auf die riesigen Soundangebote haben, berichtet «Musikmarkt.de». Zahlen soll das der Hörer nicht als Abogebühr, sondern einmalig mit dem Kaufpreis eines MP3-Spielers oder Handy. 90 Dollar (106 Franken) verlangen die Labels dafür.
Allerdings spekuliert selbst das US-Magazin «BusinessWeek», das die Pläne der Industrie enthüllte, wie die Verkäufer von Abspielgeräten dem Kunden die Flatrate weiterverrechnen wollen. Denn viele Player kosten derzeit weniger als die geplante Abogebühr.
Unter Umständen ist die Ankündigung von «Total Music» nur ein weiterer Versuch, Apples Preispolitik zu ändern. Damit letztlich für die Verlage mehr Geld bleibt.
Was halten Sie von dem geplanten Angebot «Total Music»? Schreiben Sie uns!
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Die Musikindustrie möchte Apples Online-Musikaden iTunes Konkurrenz machen. (RDB)