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Er wollte doch nur zu einem farbigen Fest beitragen, positive Energie spenden: TV-Wahrsager Mike Shiva sollte diesen Samstag seine Streetparade-Hymne «Feels so right» an der «Energy»-Party im Hallenstadion Zürich vorstellen. Doch daraus wird nichts: «Ich habe einen anonymen Brief erhalten, in dem ich bedroht werde. Darin heisst es: ‹Wenn du an die Parade kommst, wirst du erschossen›», erzählt Shiva hörbar schockiert.
Und obwohl sich der umstrittene TV-Heiler Anfeindungen gewohnt ist, nimmt er die Drohung ernst: Shiva hat den Brief an die Polizei in seinem Wohnort Thun weitergeleitet. In den nächsten Tagen will er Strafanzeige einreichen.
Auf Anraten seines Managements bleibt Shiva deshalb der Streetparade fern. Also kein Auftritt an der «Energy 09»-Party, kein TV-Interview, kein Mitschunkeln am Umzug: «Meine Sicherheit kann nicht gewährleistet werden.»
Bedenklich stimme ihn das, so Shiva traurig. Zumal sich auch im Internet heftiger Widerstand gegen ihn formiert hat: Eine Hassgruppe macht auf Facebook gegen den Kopftuchträger mobil.
«Ich kann das nicht begreifen. Es ist ein Lied über Friede, Freude, positive Energie», zeigt sich der Esoteriker enttäuscht. Das passe doch an die Parade, die stets «Love, Peace & Happiness» propagiere.
Tatsächlich haben die Organisatoren der Parade aber wenig Freude an Shiva. Da sie ohnehin gegen das Image einer Proleten-Fasnacht ankämpfen, kommt der ravende Hellseher sehr ungelegen.
Geschah der Rückzug gar auf Druck der Parade? Shiva-Manager Thomas Bischofberger: «Nein, das haben wir gemeinsam entschieden. Der Brief, die Facebook-Gruppe, die Äusserungen in der DJ-Szene – das Risiko ist einfach zu gross».