Eurovision Song Contest Lovebugs ausgeschieden

  • Publiziert: 12.05.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Thomas W. Enderle

MOSKAU – Wieder hat es der Schweiz nicht gereicht, um ins Final des Eurovision Song Contests einzuziehen. Die Lovebugs scheiden aus und müssen die Koffer packen.

Statt getreu ihrem Songtitel «The Highest Heights» zu höchsten Höhen aufzusteigen, müssen sich die Lovebugs vom Eurovision-Spektakel verabschieden.

Ihr Auftritt war vor allem eins: Sympathisch authentisch. Im Gegensatz zu vielen Beiträgen im ersten Halbfinal des Eurovision Song Contests wirkten die Lovebugs nicht steril, kamen rockig daher und verbreiteten gute Stimmung. Doch geholfen hat es wenig: Die frische Art und der für den Contest ungewohnte Britpop goutierten die Fernsehzuschauer nicht und liessen sie auch nicht über die eher heisere Stimme von Frontmann Adrian Sieber hinwegschauen. Die Schweiz holte nicht genügend Punkte und wird einmal mehr nicht im Final um den Sieg mitsingen.

Insgesamt 18 Nationen versuchten im ersten Halbfinal des diesjährigen Eurovision Song Contests, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Und der Wettbewerb blieb seiner Tradition von schrillen und schrägen Auftritten treu. Am ausgefallensten war wohl Gypsy.cz, der für die Tschechen ins Rennen stieg: Optisch erinnernd an Freddie Mercury, Dschingis Khan und Superman hampelte der Rapper über die Bühne. Genützt hats nichts: Gypsy.cz sind am Samstag im Final nicht dabei.

Auf die traditionelle Eurovision-Formel «weiblich, jung, knapp bekleidet» setzten unter anderem Rumänien, Andorra oder die Türken. Letztere erinnerten mit ihrem Auftritt musikalisch stark an den türkischen Siegersong 2003 «Everyway That I Can». Immerhin ist in diesem Fall die Strategie aufgegangen: Die Türkei und auch Rumänien sind im Final am 16. Mai dabei und kämpfen um die Krone.

Für andere heisst es nach dem Halbfinal Koffer packen. Zum Beispiel für Bulgariens Vertreter Krassimir, der vor allem mit falschen Tönen auffiel.

Optischer Höhepunkt des Abends war vor allem auch die gigantische Bühne. Ausgestattet mit unzähligen Bildschirmen und beweglichen Elementen passte sie sich farblich an die jeweiligen Auftritte an. Die Lovebugs rockten beispielsweise vor verschneiten Bergen und digitalen Hochhauskulissen. Allerdings: Die schiere Grösse der Bühne liess die Interpreten etwas verloren wirken.

Eindrücke vom 1. Halbfinal sehen Sie in unserer Diashow.

Start-Nr. Land Interpret Songtitel
1 Montenegro Andrea Demiroviæ Just Get Out of My Life ausgeschieden
2 Tschechien Gipsy.cz Aven Romale ausgeschieden
3 Belgien Copycat Copycat ausgeschieden
4 Weissrussland Pjotr Jalfimau Eyes That Never Lie ausgeschieden
5 Schweden Malena Ernman La voix im Final am 16. Mai
6 Armenien Inga & Anush Jan Jan im Final am 16. Mai
7 Andorra Susanne Georgi La teva decisió (Get a Life) ausgeschieden
8 Schweiz Lovebugs The Highest Heights ausgeschieden
9 Türkei Hadise Düm Tek Tek im Final am 16. Mai
10 Israel Noa & Mira Awad There Must Be Another Way im Final am 16. Mai
11 Bulgarien Krassimir Awramow Illusion ausgeschieden
12 Island Yohanna Is It True? im Final am 16. Mai
13 Mazedonien Next Time Nešto što kje ostane ausgeschieden
14 Rumänien Elena The Balkan Girls im Final am 16. Mai
15 Finnland Waldo’s People Lose Control im Final am 16. Mai
16 Portugal Flor-de-lis Todas as ruas do amor im Final am 16. Mai
17 Malta Chiara What If We im Final am 16. Mai
18 Bosnien Regina Bistra voda im Final am 16. Mai

Modus

In jedem Halbfinal kämpfen die Länder um jeweils zehn Startplätze im Final vom Samstag. Dabei gehen die Startnummern an die neun Beiträge mit den meisten Publikumsstimmen. Der zehnte Finalplatz wird von einer Jury vergeben. Zusammen mit den vier grössten Geldgebernationen Spanien, Frankreich, Deutschland und Grossbritannien und dem Vorjahressieger Russland kämpfen im Final 25 Interpreten um den Sieg.

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