23 Millionen wollten ans Konzert Let's Zeppelin

LONDON – Sie waren das Sinnbild für Sex, Drugs und Rock’n’Roll: Led Zeppelin liessen in der O2-Arena am meist beachteten Reunion-Konzert des Jahres ihre grossartige Musik wieder aufleben.

  • Publiziert: 11.12.2007, Aktualisiert: 20.01.2012
  • Von Gabriel Brönnimann
play In alter Formation rocken Led Zeppelin in der 02-Arena in London. Am Schlagzeug für John Bonham†: sein Sohn Jason. (Getty Images)

Led Zeppelin: Das war die röhrende Gitarre von Jimmy Page (63), die wummernden Bass- und Keyboardläufe von John Paul Jones (61), die ausufernden Schlagzeugsoli von John Bonham († 1980) und darüber der unverkennbare Gesang von Robert Plant (59).

Led Zeppelin, das war auch Sex- und Drogenskandale ohne Ende sowie unzählige zerstörte Hotelzimmer – fliegende TV-Geräte inklusive.

Gestern erlebte London eine Sensation: Page, Plant und Jones traten wieder zusammen auf. Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren. Ganz gesittet, ohne Materialverschleiss – nur die Löwenmähnen waren etwas angegraut. Sie rockten zu Ehren der Plattenlabel-Legende Ahmet Ertegün († 2006).

Die Reunion der Band, im September verkündet, löste einen gewaltigen Led-Zeppelin-Boom aus. Die Rock-Dinosaurier hätten noch genug Fans für mehr als 500 Reunion-Konzerte – 23 Millionen Anmeldungen gingen für die 18000 Tickets ein!

Kein Wunder: Der gewaltige Erfolg der ehemals «grössten Band der Welt» lässt sich heute noch in Zahlen belegen. Unglaubliche 300 Millionen verkaufte Alben weltweit – und jede LP in den US-Top-Ten. Weltrekord!

Rekordverdächtig auch der Preis, den ein Fan bei einer gemeinnützigen Auktion für ein Konzertticket bezahlte: 190000 Schweizer Franken!

Die Fans, die Tickets auf Auktionsportalen im Internet zu Preisen von bis zu 5000 Franken ergatterten, erlebten eine böse Überraschung: Jeder einzelne Käufer wurde registriert – zugelassen wurde nur, wer sich als Originalkäufer ausweisen konnte.

Kein «Stairway To Heaven» für den Schwarzmarkt!

Video: Led Zeppelin «Stairway To Heaven» live