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Sie hat das Unmögliche geschafft: 1956 gewann Lys Assia mit dem Lied «Refrain» den ersten Grand Prix d’Eurovision. «Warum sollte mir ein Sieg nicht noch einmal gelingen?»
Die Grande Dame der Schweizer Schlagerszene strotzt vor Selbstvertrauen. Vor drei Wochen qualifizierte sie sich für den internationalen Final des Grand Prix der Volksmusik von Ende August in Wien. «Jetzt würde ich mein Land auch gerne am nächsten Eurovision vertreten», sagt sie. «Schliesslich hat niemand in der Schweiz mehr Showbusiness-Erfahrung als ich!»
Die Idee kam ihr am Freitag in der TV-Show «Leben live». Lys Assia diskutierte mit Produzent Chris von Rohr (55) über das Bobo-Debakel in Helsinki. Die beiden verstanden sich so prächtig, dass sich Assia nun am liebsten mit einem Lied von Chris von Rohr bewerben will. «Er ist der erfolgreichste Rockmusiker der Schweiz und noch immer am Puls der Zeit.» Ihr schwebe eine Ballade im Stil von Frank Sinatra vor. «Der Eurosong ist immer noch ein Gesangswettbewerb, keine Fasnachtsparty.»
Von Rohr zeigt sich gerührt: «Als Rock-Gentleman alter Schule kann ich der Chanson-Mutter der Nation wohl nicht den Wunsch abschlagen, dass sie die Schweiz retten will», sagt er augenzwinkernd. Auch beim Schweizer Fernsehen (SF) stösst ihr Engagement auf offene Ohren: «Frau Assia soll uns ihren Beitrag schicken», so SF-Sprecher Marco Meroni (35). «Wir werden ihn wie alle anderen Einsendungen prüfen.»
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Dieses Bild sagt alles über den Gemütszustand von DJ Bobo nach der Schmack von Helsinki. (Foto: Keystone)