Volksmusik-Debatte Jetzt schaltet sich Nadine ein

  • Publiziert: 17.09.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Peter Padrutt
play Wird heute 19: Schlagersängerin Nadine. (Thomas Buchwalder)

Hier schauen wir dem modernen, jungen Schlager direkt ins Gesicht. Zum heutigen 19. Geburtstag schenkte sich Sängerin Nadine, die Ziehtochter von Roland Eberhart (54, Calimeros) ein sexy Foto-Shooting.

Für ein Mädchen, das vor drei Jahren als Finalistin beim «Stadl»-Wettbwerb noch ein braves Dirndl trug, sind die Bilder unverschämt. Unverschämt schön. «Ich fühlte mich bei den Aufnahmen extrem wohl», erzählt sie strahlend. «Ich will zeigen, wie jung, frech und modern Schlager sein kann.»

Mit neckischen hohen Stiefeln strampelt die Bernerin gegen den Wind – und gegen die Volksmusik-Krise. Der Schlager gaukle eine heile, verlogene Welt vor, schimpften Musiker gestern im BLICK. Daran sei auch der Grand Prix der Volksmusik gescheitert. «Aber wer in meine neue CD reinhört, merkt sofort, dass meine Lieder kein Kitsch sind. Aus Chris Roberts Evergreen ‹Ich bin verliebt in die Liebe› habe ich einen modernen Pop-Schlager gemacht.»

Dieses und andere Lieder präsentiert Nadine heute beim Herbstfest der Volksmusik in Sörenberg LU. Mit Oesch’s die Dritten (Nadine ist die Freundin von Melanie Oeschs Bruder Mike), den Calimeros und Sarah-Jane feiert sie dann auch die Taufe ihres neuen Albums «Ein bisschen Herz». Besonders ans Herz geht ihr, dass Rocker Florian Ast (35) einen frechen Titel für ihr Album geschrieben hat. «Er ist einer der besten Songs auf der Platte und das Gegenteil von Kitsch», sagt Nadine. «Es geht um den Stress mit Liebesbotschaften per SMS – ein Thema, das viele junge Frauen beschäftigt», erzählt sie. «Ich bin stolz, dass ich Flöru dazu bewegen konnte, für mich zu komponieren. Damit zeigen wir beide: Schlager ist alles andere als verstaubt. Er ist zeitgemäss, offen – und manchmals sogar sexy.»