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Sie klingen heiser. Sind Sie überarbeitet?
Baschi: Ich bin stark erkältet. Ich nehme zurzeit in Freiburg mein Mundart-Album auf – es erscheint im Dezember – und wohne oberhalb des Studios in einem unbeheizten Massenschlag. Aber dank Medikamenten geht es einigermassen.
Übernächste Woche kommt auch Ihr erstes hochdeutsches Album heraus. Worauf sind Sie besonders stolz?
Die Texte und Melodien habe ich alle selbst geschrieben. Ich habe mich auf dieser CD gefunden. Sie ist das perfekteste, was ich je geschaffen habe. Ich hoffe, dass ich damit in Deutschland einschlagen werde. Sollte ich dort eine Million CDs verkaufen, würde ich mir einen Porsche leisten.
Und wenn nicht?
Deutschland ist das Sahnehäubchen. Dennoch wäre ich sehr enttäuscht, wenn es nicht klappt. Ich bin für dieses Album in Berlin durch die Hölle gegangen. Ich wohnte in einer kompletten Bruchbude. Eine grosse Umstellung für mich als verwöhnten Schweizer! Man denkt, dass es künstlerisch sei, Dreck zu fressen. Aber ein bisschen Komfort ist schon gemütlicher.
Sie haben die Sekundarschule abgeschlossen. Seither setzen Sie voll auf die Musik. Sind Sie zum Erfolg verdammt?
Ich denke schon. Viele Leute sind mit mir ein Risiko eingegangen – das muss sich auch finanziell wieder einspielen. Diese nächste CD wird wegweisend. Wenn es in Deutschland klappt, würde uns allen ein Riesenstein vom Herzen fallen. Eine neue Dimension!
Haben Sie auch Existenzängste?
Nein, nicht wenn ich meinen Kontostand anschaue. (lacht) Aber natürlich ist es nicht easy. Die Steuern sind zum Beispiel huere wüescht. Als Selbständiger muss ich schauen, dass ich als 65-Jähriger noch etwas auf der Seite habe. Ich zahle zwar in die dritte Säule ein. Da bin ich verantwortungsvoll. Aber schlau mit Geld umgehen, ist nicht mein Ding. Ich hätte heute weit mehr Geld, wenn ich etwas zurückhaltender wäre. Ich lebe in einem schönen Haus, gehe fett in die Ferien, liebe es, shoppen zu gehen.
Allein für Kleider sollen Sie im Monat 4000 Franken ausgeben …
Na ja, es hat schon solche Monate gegeben. Doch ich versuche mich zu mässigen. Himmel, ich habe viel zu viele Kleider!
Sind Sie eitel?
In einem normalen Ausmass. Früher habe ich viel mehr Zeit vor dem Spiegel verbracht, sah aber beschissener aus.
Sie haben auch stark abgenommen.
Richtig, acht Kilo! Meine Freundin Katy findet mich heute zu mager. Sie will mehr von mir haben. Aber 68 Kilo ist nun mal mein Traumgewicht.
Ausserdem haben Sie ein neues Tattoo auf der Brust.
Ja. Ich habe mir bekifft die Brust tätowieren lassen. Das war auf einer Party. Nun will ich es noch ausfärben lassen.
Was hat Ihre Freundin Katy Winter, was andere Frauen nicht haben?
Wir verstehen uns gut, wir lieben uns. Sie ist die Beste! Katy kann sehr gut diskutieren, ich bin darin eine Niete. Ich spreche nicht gerne über meine Gefühle, in dieser Hinsicht kann ich viel von ihr lernen. Ich bin ein Chaot und spontan. Mittlerweile lässt Katy sich gerne von mir mitreissen. Wir sind voller Gegensätze, aber gleichen uns langsam an. Unsere Beziehung ist deshalb sehr spannend.
Sie sind seit sechs Jahren ein Paar. Wie sieht die Zukunft aus?
Hey, ich bin huere jung! Doch wir beide wissen, dass wir unsere Zukunft gemeinsam verbringen wollen. In einem Haus wohnen wir schon, eine Katze haben wir auch. Kinder? Irgendwann sicher! Unsere Beziehung muss sich in den nächsten zwei Jahren beweisen. Aber klar, irgendwann wollen wir eine Familie. Katy witzelt zwar oft, dass sie keine Kinder will. Schliesslich sei ich selber noch eins.
Belastet Ihre Karriere manchmal auch die Beziehung?
Ach, sie hat Verständnis für meinen Job. Ich versuche auch, so oft wie möglich bei ihr zu sein. Bei Katy kann ich am besten abschalten. Sie ist der Anker, der mich festhält. Kürzlich haben wir eine Woche Ferien gemacht – meine ersten in zwei Jahren! Wir waren in einem total chef-mässigen Hotel auf Kreta. Ich will mir nicht ausmalen, was wäre, wenn ich Katy nicht hätte. Ich bin ein labiler Siech.
Lesen Sie das ganze Interview im BLICK von heute.