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Acht Jahre mussten Fans von Phil Collins (59) auf ein neues Studioalbum warten. So lange, dass man vielerorts bereits munkelte, die über 30-jährige Karriere des Sängers und Schlagzeugers sei beendet.
Denn Collins, der als Solokünstler über 80 Millionen Tonträger verkauft hat, verlor bereits 2002 einen Teil seines Hörvermögens und leidet seit einer Halswirbeloperation im letzten Jahr an Taubheitsgefühlen in den Händen. Daher tritt der Musiker auch nur noch selten live auf – zuletzt am Montreux Jazz Festival.
Nun hat sich der Wahlschweizer, der am Genfersee lebt, aber doch nochmals ins Studio begeben. Allerdings nicht, um neue Lieder zu schreiben. Denn auf dem neuen Album «Going Back» präsentiert Collins lauter Covers.
Von den Temptations («Papa Was A Rolling Stone») bis zu Curtis Mayfield («Talking About My Baby») sind darauf Motown-Hits der 60er Jahre zu hören. Allesamt Lieder, die einen prägenden Einfluss auf das Leben des Musikers hatten. Dabei verzichtet der Sänger darauf, den alten Soulperlen ein zeitgemässes Gewand zu verpassen.
Vielmehr orientiert sich Collins ganz am Glanz der alten Aufnahmen, und versucht den Geist der 60er Jahre einzufangen – in leicht geglätteter Form. Als Unterstützung hat Collins eigens drei Mitglieder der legendären Funk Brothers verpflichtet, die ihm als Studiomusiker zur Hand gehen.
«Ein wahres Glücksgefühl» habe ihn dabei durchströmt: «Ich habe dabei mehr über handwerkliche Fertigkeiten und die Kunst des Songwritings erfahren als von irgendeinem anderen Kollegen. Dafür bin ich sehr dankbar.» (hq2)