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Darby, Florida, 42 Grad im Schatten. Südstaaten-Flair auf der Ranch der Bellamy Brothers, den Ikonen der US-Country-Szene. Vor dem Studio, das in einem Schuppen untergebracht ist, Kühe, Rinder, Lämmer, ein Papagei, zwei Hunde, fünf Katzen – und der Berner Büezer-Rocker Gölä. Er nimmt mit den Bellamys seine neue CD auf. Und singt mit ihnen auch seinen Hit «Schwan» sowie eine neue Version des Bellamy-Welthits «Let Your Love Flow» (bekannt als «Ein Bett im Kornfeld»).
Geil, geil, geil
Die Bellamys, das ist eine Country-Family. Schon der Vater machte Musik, die Mutter war bis zu ihrem letzten Atemzug die Managerin. Vor ihrem Haus trinken, rauchen und quatschen die Brüder mit dem Büezer – bevor sie im klimatisierten Studio verschwinden. Einem Mythos der US-Szene. In dem schon Willie Nelson und Johnny Cash sangen. Jetzt rockt hier Gölä los. Und erweckt alte Bellamy-Hits zu neuem Leben, während die Bellamys Göläs Hits auf Englisch singen.
Bier und Bananenkuchen
«Geil, geil, geil», schnauft Gölä. «Ein erdiger Typ», sagt David. «Wir passen zueinander», meint Howard. Drei Profis, an den Wänden Plakate und Gibson-Gitarren, am Mischpult Randy von den Bellamys. Da wird nicht geschummelt. Und Gölä hat null Lampenfieber. «Warum auch? Ich bin parat, die sind parat», sagt er und greift sich ein neues Pilsner Urquell aus dem Eisbottich.
Kurze Pause. Essenzeit. Hühnchen, schwarze Bohnen, gelber Reis, Süsskartoffeln, ein Bananenkuchen, noch ein Bier, noch ein Zigarillo. «Okay. Lass uns singen.» Und wieder verschwindet Gölä mit den Bellamys im Studio. Gelassen. Keiner hängt den Star raus. Obwohl die Bellamys 75 Millionen Alben verkauft haben, Fans in mehr als 60 Staaten weltweit haben, begegnen sie Gölä auf Augenhöhe. Sie feilen an den Songs, lachen, singen, rauchen, trinken. Happy Time im Sonnenstaat Amerikas.