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Sängerin Pink zeigte sich bei ihrem Auftritt an den Grammys gewohnt freizügig und ging in ihrem weissen Streifen-Outfit sogar baden. Dagegen hatten die Fernseh-Produzenten, die den Anlass live übertrugen, offensichtlich nichts. Doch freizüngige Künstler finden bei ihnen kein Gehör.
Wurde «Kings Of Leon» der Saft abgedreht, weil sie «besoffen» in den Mund nahmen? Denn nicht alle der Jungs konnten sich für den Grammy für ihren Song «Use Somebody» bedanken. «Yeah, wir sind alle ein bisschen besoffen, aber wir sind glücklich betrunken und geben allen einen aus!» brüllt einer der Band ins Mikrofon.
Als sein Band-Kollege auch noch ein paar Worte loswerden will, verhallen diese ungehört im Saal, denn das Mikrofon ist längst zu und der Scheinwerfer nicht mehr auf die Bühne gerichtet. Nicht besser erging es Eminem, Lil Wayne und Drake.
Waren die Jungs zu böse für den US-Sender CBS, der die Verleihung live übertrug? Der Auftritt der Rüpel-Rapper wurde zwar nicht verpiepst, dafür fiel seltsamerweise ständig der Ton aus. So bekamen die TV-Zuschauer mehr eine Pantomime statt einer Performance geboten.
Ein Sprecher des Senders erklärte nun: «Einige Worte der Live-Übertragung entsprachen halt nicht unseren Standards. Wir haben grossen Respekt für künstlerische Freiheit. Aber gewisse Dinge kann man am Fernsehen weder sagen noch singen.»
Dann müsste CBS im nächsten Jahr solche unstandardisierte Künstler nicht mehr einladen. Allerdings bliebe dann wohl auch die Bühne leer… (ghd)