Grammys Die Musikwelt liegt Beyoncé zu Füssen

  • Publiziert: 01.02.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

LOS ANGELES – Zehnmal nominiert, sechsmal gewonnen – Rekord! R'n'B-Diva Beyoncé ist bei den Grammys die grosse Abräumerin. Neben Country-Schätzchen Taylor Swift.

Die 20-jährige Country-Sängerin Taylor Swift hat bei der Verleihung der Grammys in Los Angeles den prestigeträchtigsten Preis erhalten: Ihre Aufnahme «Fearless» wurde zum besten Album des Jahrs gewählt. Am meisten Trophäen, insgesamt sechs, holte R&B-Queen Beyoncé.

Swifts Album «Fearless», das sich bereits 5,4 Millionen Mal verkauft hat, wurde auch zum besten Country-Album ausgezeichnet. Damit stach die junge US-Sängerin Country-Stars wie Keith Urban, George Strait und Lee Ann Comack aus.

«Ich stehe hier und erlebe einen unmöglichen Traum», sagte sie überwältigt mit der Trophäe im Arm. Weitere zwei Trophäen sahnte Swift mit dem Song «White Horse» ab, den Grammy für die beste Aufnahme einer Country-Sängerin und einen weiteren für den Country-Song des Jahres.

Sechs Grammys für Beyoncé

Die 28-jährige Beyoncé erhielt die Auszeichnung unter anderem für den Song des Jahres mit ihrem Hit «Single Ladies». Der Hit brachte ihr auch die Grammys für den besten R&B-Song und die beste Aufnahme einer R&B-Sängerin ein.

Zudem setzte sich Beyoncé, die mit zehn Nominierungen als Favoritin angetreten war, in den Kategorien bester Pop-Song einer Sängerin, bestes zeitgenössisches R&B-Album und beste traditionelle R&B-Darbietung durch.

Die Popgruppe «Black Eyed Peas» nahm drei Grammys entgegen, darunter für das beste Pop-Album. Zum besten Rock-Album wählten die Grammy-Juroren «Twentyfirst Century Breakdown» von Green Day. Newcomer des Jahres wurde die Zac Brown Band. Lady GaGa war mit zwei Grammys im Rennen.

Für die beste Aufnahme des Jahres wurde die amerikanische Rockband Kings of Leon ausgezeichnet. Rock-Altmeister Bruce Springsteen gewann einen Grammy in der Kategorie beste Rock-Performance für seinen Song «Working On A Dream». Den Preis für den besten Song in der Sparte Hardrock heimsten die Altrocker von AC/DC für ihren Titel «War Machine» ein.

3D-Hommage an Jackson

Mit einer bewegenden 3D-Version von Michael Jacksons «Earth Song» wurde der «King of Pop» sieben Monate nach seinem Tod geehrt. Ein dreidimensionales Erlebnis für das Live-Publikum im Staples Center lieferten spezielle 3D-Brillen, die zuvor verteilt worden waren. Auch für die Fernsehzuschauer waren die Brillen landesweit vertrieben worden.

Gemeinsam mit Jacksons Stimme sangen Usher, Carrie Underwood, Celine Dion, Jennifer Hudson und Smokey Robinson in der Nacht zum Montag live auf der Bühne. Jackson hatte den Song ursprünglich für seine geplante Tour «This Is It» produziert.

Jacksons älteste Kinder Prince und Paris bedankten sich an der Gala im Namen ihres Vaters für den posthum verliehenen Grammy für sein Lebenswerk. Zu Lebzeiten hatte der «King of Pop» 13 Grammys gewonnen.

Die dreieinhalbstündige Gala wurde vom Staples Center von Los Angeles weltweit ausgestrahlt. Die Grammys in Form eines goldenen Grammophons sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden von der Organisation der Musikindustrie in 109 Kategorien in den Sparten Rock, Pop, Folk, Jazz und klassischer Musik verliehen. (SDA)

Die wichtigsten Gewinner

  • Album des Jahres: Fearless, Taylor Swift
  • Bester weiblicher Pop-Song: Halo, Beyoncé
  • Bestes Rock-Album: 21st Century Breakdown, Green Day
  • Beste Aufnahme: Use Somebody, Kings of Leon
  • Bestes Country-Album: Fearless, Taylor Swift
  • Song des Jahres: Single Ladies, Beyoncé
  • Bester Auftritt: I Gotta Feeling, The Black Eyed Peas
  • Bestes Pop-Album: The E.N.D., The Black Eyed Peas
  • Bester RnB-Song: Single Ladies, Beyoncé
  • Bestes RnB-Album: Blacksummers Night, Maxwell
  • Bester Rap-Song: Run This Town, Jay-Z, Rihanna & Kanye West
  • Bestes Rap-Album: Relapse, Eminem
  • Bester Rock-Song: Use Somebody, Kings of Leon
  • Bestes Dance-Album: The Fame, Lady GaGa