Kommentar Der Contest ist zur Farce verkommen

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Kurt-Emil Merki

BLICK hat DJ Bobo vor drei Jahren als Schweizer Eurosong-Teilnehmer ins Gespräch gebracht. Als vor einem halben Jahr feststand, dass exakt dieser DJ Bobo unser Mann in Helsinki sein wird, schrieben wir, dass nun die Stunde der Wahrheit schlagen würde.

Denn mit DJ Bobo nahm nicht irgendwer für die Schweiz am grössten Musikspektakel Europas teil, sondern einer unserer grössten Popexporte aller Zeiten, erfolgreich in ganz Europa.

Nun hat die Stunde der Wahrheit tatsächlich geschlagen und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass wir erneut unter «ferner liefen» klassiert sind.

Wenn nicht alles täuscht, werden im nächsten Jahr einige west- und nordeuropäische Länder dem Festival aus Protest fernbleiben. Der Boykott soll solange dauern, bis eine Reglementsänderung dafür sorgt, dass wieder die Qualität der Lieder massgebend ist. Und nicht deren Herkunft.

Die Schweiz täte gut daran, sich einem solchen Protest anzuschliessen. Denn das Beispiel DJ Bobo zeigt wie nichts anderes, was aus dem einst renommierten Anlass geworden ist: eine Farce.

Mehr im Blick

Lesen Sie in der gedruckten Ausgabe: DJ Bobo (39) bestätigt, was BLICK gestern geschrieben hat: Er war am Eurosong-Festival nicht in Bestform. Hätte er auf den Ratschlag seiner Nancy (36) hören sollen?SF fordert Spaltung in Ost und West
Bobo nach dem ersten falschen Ton: «Scheisse, wie komme ich bloss wieder raus?!»- Keystone

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