«... dann steh ich da und labere nur Mist»

  • Publiziert: 02.03.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Interview: Maja Zivadinovic

Stefanie Heinzmann (19) spricht im VIPtalk von «Blick am Abend» über Dankesreden.

Du bist noch keine zwanzig und schon so erfolgreich.
Das ist tatsächlich sehr früh. Am 10. März kann ich aber endlich meinen 20. Geburtstag feiern. Darauf freue ich mich sehr. Nicht zuletzt, weil ich die Schnauze voll davon habe, dass mich alle Zeitungen «Teenager» nennen.

In Deutschland hast du den Echo in der Kategorie «National» gewonnen. Verlieren wir dich jetzt an die Deutschen?
Nein, nein. Ich bin ein Walliser-Mädchen und das bleibt auch so. An dieser Stelle will ich aber betonen, dass die Deutschen viel netter zu uns Schweizern sind als wir zu ihnen. Dabei kenne ich viele Deutsche, die keine weissen Socken und Sandalen tragen, die sind schwerst in Ordnung.

An den Swiss Music Awards hast du Bligg und Marc Sway in den Schatten gestellt. Wie machst du das?
Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Keine Ahnung. Ich war mir so sicher, dass Bligg gewinnen würde. Sie hätten es beide verdient. Anscheinend erhielt ich ein paar Anrufer-Stimmen mehr.

Und jetzt küsst du jeden Morgen deine Preise?
Küssen nicht. Dabei bin ich tatsächlich in sie verliebt. Der «Echo» steht zur Zeit auf meinem Küchentisch und jeden Morgen, wenn ich ihn sehe, habe ich Schmetterlinge im Bauch und kann kaum glauben, dass er wirklich da steht.

Dankesreden hältst du nicht gerne, richtig?
Darin bin ich der grösste Tolpatsch. Mein Bruder rät mir immer, ich soll Dankesreden vorbereiten. Dagegen wehre ich mich jedoch vehement. Ich glaube nämlich, dass dies Unglück bringt. Und wenn ich dann am Rednerpult stehe, labere ich nur Mist.

play Stefanie Heinzmann mit ihrem «Echo». (Keystone)