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Am 19. Februar 1980 erstickte Bon Scott 36-jährig im Vollrausch an seinem eigenen Erbrochenen. Krokus-Bassist Chris von Rohr (58) erinnert sich: «Sein Tod war ein unersetzlicher Verlust für die Band und die gesamte Hardrock-Szene. Einen wie ihn gibt es nur einmal.» Für Gitarrist Fernando von Arb (57) ist klar: «Bon Scott aus nächster Nähe zu erleben, war die authentischste RocknRoll-Performance ever!»
Die beiden müssen es wissen. Von Rohr: «Fernando und ich waren 1976 beim ersten Schweizer AC/DC-Konzert im halbleeren Volkshaus. Das war die absolute RocknRoll-Götterhämmerung! Und mittendrin dieser Mann, der wie ein Matrose von einem Schiff auf die Bühne getorkelt kam – man nannte ihn Bon Scott.»
Als eben dieser Bon Scott starb, suchte AC/DC Ersatz. Und wollten Krokus-Sänger Marc Storace für die Band: «Wir standen am Anfang unserer Karriere, genossen den Erfolg. Und dachten, Krokus sei die beste Sache seit Elvis Presley», meint Storace (58) rückblickend. «Ich kannte AC/DC damals so gut wie gar nicht, hörte lieber Led Zeppelin oder Deep Purple. Ausserdem ging Krokus gerade auf die Hardware-Tournee. Ein Band-Wechsel kam für mich nicht in Frage.»
Bereut Storace heute, nicht Teil einer der grössten Hardrock-Bands aller Zeiten geworden zu sein? «Solche Gedanken mache ich mir nicht. Das ist einfach Schicksal. Ausserdem geriet mir damals der Vergleich mit Bon Scott in den falschen Hals. Heute liebe ich seine Stimme und seine Texte.»
Oder wie es Chris von Rohr ausdrückt: «Was mir immer an Bon Scott gefiel: Egal ob in den Songs wie ‹Big Balls›, ‹Whole Lotta Rosie› oder ‹Shes Got The Jack›: Der Mann nannte die Dinge beim Namen. Er hatte Eier, grosse Eier. Und brachte das Ganze mit einem schelmischen Augenzwinkern rüber. Das bleibt einmalig!»
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Bon Scott. (Getty)