Der Schweizer Musiker Bligg über Lieder, die sein Leben geprägt haben.
Immer hören kann ich
Bobby Womack: «Across the 110th Street».
Mein erstes Lieblingslied
Jimmy Hendrix: «Hey Joe». Mein Vater hat Hendrix rauf- und runtergehört. Genau wie Rare Earth, Funkadelic, Bobby Womack etc.
Zu diesem Lied habe ich das erste Mal geküsst
Los Lobos: «Donna» aus «La Bamba». Ich habe die Platte eigenhändig an einen Schul-Fez mitgenommen, um meine Angebetete zu verführen. Es hat geklappt. Danke Richie Valens.
Bei diesem Lied weine ich
Bei R. Kellys «What I feel» werde ich sehr emotional. Das Lied hat eine cineastische Dramaturgie.
Das höre ich bei Liebeskummer
R. Kellys «When a Woman’s fed up» bringt es ziemlich auf den Punkt: Ist eine Frau erst mal weg, ist sie weg für immer . . . Mir zumindest ging es so.
Am liebsten tanze ich zu
Jet: «Are you gonna be my Girl». Bereits beim Eintreten des Tambourins zuckt es in den Beinen.
Diese Single in meiner Sammlung ist mir peinlich
Espen Lind: «When Susannah Cries» ist übelster Kitsch. Nichtsdestotrotz: Ein grosser Song.
Dieses Lied lief bei uns auf den Klassen-Feten rauf und runter
Der ganze «Dirty-Dancing»-Soundtrack. Während die anderen Idioten Flaschenspiele und dergleichen spielten, hing ich im Treppenhaus mit Nathalie rum und aus Dancing wurde Dirty.
Besonders stolz bin ich auf
«Söldner». Der Song steht zu 100 Prozent für Bligg. Eine mit Power geladene Melancholie, gepaart mit Streben nach Freiheit: «Gott isch’s Einzig uf de Welt, wo über mich chan richte . . .»
Gern selbst komponiert hätte ich
Mando Diao: «Gloria». Ein absolut perfekter Song. Wobei ein grosser Teil die Performance ausmacht.
Dieser Song soll auf meiner Beerdigung gespielt werden
Ein Song von mir: «1 Tag» – hört ihn euch an, dann wisst ihr, wieso . . .