Monika Fasnacht wird als «Samschtig-Jass»-Moderatorin abgesetzt Die Trumpf-Dame sticht nicht mehr

Ihr Gesicht prägte während 18 Jahren den «Samschtig-Jass». Nun muss Monika Fasnacht die Moderation der ältesten SRF-Unterhaltungssendung abgeben. Viele prominente Jass-Gäste ärgern sich.

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Das Spiel ist aus! Nach 18 Jahren muss SRF-Frau Monika Fasnacht (52) die Moderation des «Samschtig-Jass» abgeben. Ihre Absetzung als Moderatorin der ältesten SRF-Unterhaltungssendung, die 1967 von TV-Legende Kurt Felix (†71) lanciert wurde, überrascht. Denn die Zuschauerzahlen mit Fasnacht als Moderatorin waren über all die Jahre konstant gut. Sie sei den Fernsehmachern zu alt, kritisieren SRF-Insider, und sie erlebe nun dasselbe Schicksal wie Andy Borg (56), der beim «Musikantenstadl» frühzeitig in Pension geschickt wurde. Fasnachts Alter habe dabei keine Rolle gespielt, dementiert Rolf Tschäppät (56), Bereichsleiter Comedy und Quiz bei SRF, entsprechende Vorwürfe. «Es ist wichtig, auch bewährte Sendungen immer wieder zu hinterfragen, allenfalls weiterzuentwickeln oder anzupassen», begründet Tschäppät das Aus der TV-Jasserin der Nation. 

«Ein lachendes und ein weinendes Auge»

Fasnacht nimmt den Entscheid der Programmleitung, sie aus der Sendung zu kippen, «mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen», wie sie gegenüber BLICK erklärt. Sie könne sich jetzt zwar vermehrt ihrem zweiten Standbein als Hundetrainerin und der ab Januar geplanten neuen Tiersendung «Tiergeschichten – Unterwegs mit Monika und Filou» widmen, aber trotzdem seien solche Veränderungen nie ganz leicht. «Besonders unser eingespieltes Team werde ich vermissen», sagt Fasnacht. Dem Jassen will sie weiterhin treu bleiben: «Ich werde auch in Zukunft verschiedene Jass-Veranstaltungen begleiten und Jass-Wochen durchführen.»

Für Fasnacht ist die Absetzung als Jass-Päpstin der zweite Bruch in ihrer Fernseh-Karriere: 2011 kam bereits das Aus beim «Donnschtig-Jass». Damals wurde sie mit salbungsvollen Worten verabschiedet: «Niemand hat die Sendung so lange moderiert und so intensiv mitgeprägt wie Monika Fasnacht. Für ihren grossen Einsatz danke ich ihr herzlich, und ich freue mich, dass sie den Jass-Fans im Samschtig-Jass erhalten bleibt», sagte Sibylle Marti (44), Redaktionsleiterin Quiz.

Roman Kilchsperger gibt Fussball den Vorzug

Beim «Donnschtig-Jass» wurde Fasnacht vor fünf Jahren von Roman Kilchsperger (46) abgelöst. Er ist folgerichtig Favorit auf eine erneute Nachfolge. Doch der «Donnschtig-Jass»-Moderator winkt ab, er mag nicht auch noch am Wochenende die Jasskarten mischen: «Samstags gehe ich zum Fussball. Da habe ich keine Zeit zum Jassen.» 

Die Karten für die Jass-Moderation werden demnach völlig neu verteilt. «Wir sind hierzu in Gesprächen und werden zu gegebener Zeit kommunizieren», lässt Rolf Tschäppät die TV-Jass-Gemeinde im Ungewissen. Ein potenzieller Nachfolger bringt sich gleich selbst ins Gespräch: Florian Ast (41)! «Mein Wunsch war es immer, den Samschtig-Jass zu moderieren, bevor ich 50 bin», sagt der Mundartrocker. Hält Ast nun die besten Trümpfe in der Hand? Die Jass-Nation ist gespannt.

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 06.01.2017
Stv. Chefredaktor: Andreas Dietrich

Herzlos ist Trumpf

Kommentar von Andreas Dietrich, Stv. Chefredaktor

Jassen ist der Schweizer Volkssport, Monika Fasnacht ist seine Vorturnerin. Sympathisch, rassig, bodenständig. 18 Jahre lang war sie in ihrer wohltuenden Normalität die perfekte Moderatorin einer perfekten Sendung. Der «Samschtig-Jass» nämlich ist perfekt in seiner Schlichtheit. Alles dreht sich um das Spiel, kein Firlefanz lenkt ab, kein Gequassel nervt. Genau deshalb freuen sich Hunderttausende alle zwei Wochen darauf.

Den TV-Chefs passt das nicht mehr. «Konzeptanpassungen» wollen sie, anbiedernd modern sein wollen sie. Am liebsten würden sie wohl gleich die Jass-Regeln ändern. Mehr Action beim Differenzler!

Das ist kreuzfalsch. Der «Samschtig-Jass» ist nie aus der Mode gekommen, weil er keine Moden mitmacht. Monika Fasnacht steht für Beständigkeit. Leider hat sie damit schlechte Karten.

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20 Kommentare
  • Roman  Camenzind aus Gersau
    08.12.2016
    Bravo DRS,endlich geben die Verantwortlichen öffentlich zu,dass sie keine Ahnung von der Materie haben,bisher glaubte ich im Alter sei man weiser und man hätte ein gewisse Erfahrung,aber da trifft überhaupt nichts zu,wenn man sieht was für sog.Spielshows,neuerdings denn Zuschauer zum Umschalten zwingen.
  • drafi  schweizer aus berg
    08.12.2016
    die Sendung finde ich toll, wo kann man schon im TV Jassen sehen, die Moderatorin war und ist gut, doch seit einiger Zeit hat man nicht mehr das Gefühl dass Sie es so Locker Moderiert wie einst, Sie wirkt als ob es gezwungen sei, ihr einst freies Lachen wirkt irgendwie gezwängt, eigentlich Schade, doch so ist es nun mal im Leben, nichts ist für ewig, alles geht vorüber, so auch die Zeit eines Moderators, alte gehen neue kommen, keiner weiss ob es besser oder schlechter kommt, also so geschehe es
  • Remo  Albrecht aus Höri
    08.12.2016
    Der Samstag-Jass braucht keine Erneuerung! Es ist eine wohltat und wohl weltweit einzigartig, dass am TV gejasst wird. 25 Min. Ruhe, überlegen und mitjassen in Gedanken, dass ist es, was die Sendung ausmacht. Frau Fasnacht ist dabei immer ruhig und konzentriert, man merkt, dass sie auch was von Jassen versteht.
    Blos keine Portionenplauderi, die die Sendung vollblabbern, so dass sich die Spieler nicht mehr konzentrieren können.
    Bitte behaltet den Samstag-Jass so bei, NIX ändern!
  • Nadja  Rossi aus Reykiavik
    08.12.2016
    Schade, denn ich habe die Moderation von Monika Fasnacht immer sehr geschätzt. Ich hoffe einfach, dass nun nicht der Thurgauer Oberschnurri Reto Scherrer, der ja leider auch beim Donnschtig-Jass mitwirkt, neu den Samschtigjass moderiert. Ansonsten würde ich mir die Sendung garantiert nicht mehr zu Gemüte führen.
  • Reinhold  Hueber - Mayer aus Phi Phi,
    08.12.2016
    Und nun kommt der gleiche der im Sommer den Donnschtig Jass bringt, meint er könne singen. Eine grosse Züri Schnurä macht das nicht wett. Dann verzichte ich halt auch auf den Samschtig Jass.