«Lass die Finger von meinem Vater»

  • Aktualisiert am 13.01.2012

MÜNCHEN – Der Sohn des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg will Hollywood-Star Tom Cruise nicht in der Rolle seines Vaters sehen. «Er soll seine Finger von meinem Vater lassen», sagte Berthold Schenk Graf von Stauffenberg der «Süddeutschen Zeitung». «Er soll einen Berg besteigen oder in der Karibik surfen gehen. Es ist mir wurscht, solange er sich da raushält.» Die Dreharbeiten für den Film «Valkyrie» sollen im Juli beginnen. Tom Cruise hat vor wenigen Tagen in Berlin die historischen Plätze besichtigt. Stauffenberg erklärte, er sage nicht, dass Cruise ein schlechter Schauspieler sei. Es sei ihm aber unsympathisch, dass ein bekennender Scientologe seinen Vater verkörpere. Zudem befürchte er, «dass da ein grauenvoller Kitsch rauskommt». Juristische Schritte plane er aber nicht, so der pensionierte Generalmajor der Bundeswehr. Sein Vater sei nun einmal eine Person der Zeitgeschichte: «Verhindern kann ich diesen Film ohnehin nicht.» (tet)

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Seine Scientology-Mitgliedschaft macht ihn nicht gerade beliebt: Tom Cruise.

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